Offenbach

Geriatrie-Zentrum mit 58 Betten

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Neubau am Ketteler-Krankenhaus eröffnet. Sieben Ärzte, 30 Pflegekräfte und verschiedene Therapeuten kümmern sich um die Patienten.

In Anwesenheit des hessischen Sozialministers Stefan Grüttner (CDU) ist der Neubau der Geriatrie am Ketteler-Krankenhaus eröffnet worden. Damit wird eine Versorgungslücke geschlossen. Die Erweiterung sei angesichts der großen Nachfrage dringend nötig gewesen, sagte die Chefärztin der Geriatrie, Farahnaz Haddadi. Im April 2014 waren die ersten 20 Geriatrie-Betten in dem bestehenden Gebäude eingerichtet worden, später kamen zehn weitere hinzu.

Die vergangenen drei Jahre haben nach Angaben einer Sprecherin des Ketteler-Krankenhauses gezeigt, dass der Bedarf für ein wohnortnahes Angebot zur Behandlung von Alterskrankheiten in Offenbach groß ist. Die Auslastung der Geriatrie-Betten habe bisher bei 100 Prozent gelegen, betonte Ramona Billing.

I n dem Neubau stehen 58 Betten zur Verfügung. Im Oktober soll noch eine Tagesklinik mit zehn Plätzen hinzukommen, die Patienten die Möglichkeit eines halbstationären Aufenthalts bietet. D as Land hat nach eigenen Angaben das Ketteler-Krankenhaus seit 2011 mit insgesamt 13,5 Millionen Euro gefördert.

Zehn Millionen Euro flossen in den Neubau und die Sanierung der Pflegebereiche. Hinzu kamen pauschale Fördermittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro für kleinere Bauarbeiten und die Medizintechnik in der Geriatrie. Heute betreibt eine gemeinnützige GmbH das vor mehr als 100 Jahren in der Kaiserstraße eröffnete Krankenhaus, das sich heute im Lichtenplattenweg befindet. Es verfügt über 270 Betten in mehreren Fachkliniken.

Grüttner sprach bei der Eröffnung von einem wichtigen Tag für Offenbach und einem weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung des hessischen Geriatriekonzeptes. Nach seinen Angaben wird der Bedarf an geriatrischer Behandlung in Hessen in den kommenden Jahren um 30 Prozent ansteigen.

Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes wird im Jahr 2050 die Zahl der Über-60-Jährigen doppelt so hoch sein wie heute. C hefärztin Haddadi sagte, die Problematik bei älteren Patienten sei, dass diese häufig nicht nur eine, sondern mehrere Erkrankungen hätten. Die Geriatrie soll älteren Patienten helfen, nach einem Krankenhausaufenthalt möglichst rasch wieder mobil zu werden.

In der Offenbacher Geriatrie sind neben der Chefärztin ein Oberarzt und fünf weitere Mediziner tätig. Im Pflegeteam arbeiten 30 Fachkräfte. Hinzu kommen verschiedene Therapeuten. Durch eine intensive interdisziplinäre Betreuung sollen die Patienten stabilisiert werden, damit sie ohne oder mit Hilfe durch eine Pflegestation nach Hause entlassen werden können.

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