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Endlosthema Windkraft: hier Räder bei Karben-Petterweil.

Hessen

Ausbau von Erneuerbaren stockt

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Die erneuerbaren Energien werden unter Schwarz-Grün in Hessen weniger stark ausgebaut als erhofft. Von dem selbst gesteckten Ziel ist die Regierung weit entfernt.

Die schwarz-grüne Landesregierung wird wohl ihr Ziel verfehlen, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis Ende 2018 auf 25 Prozent zu steigern. „Die Hoffnung wird kleiner“, sagte die Grünen-Landesvorsitzende Angela Dorn in Wiesbaden.

Für die schwindenden Aussichten machte sie die Bundespolitik verantwortlich. So bremsten die Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz den Ausbau von Windrädern in Hessen aus. „Besonders Hessen und ähnliche Mittelgebirgslagen werden benachteiligt“, sagte Dorn. Daher lägen kaum Anträge zur Genehmigung neuer Windkraftanlagen vor.

In Hessen lag der Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2013 bei 12,5 Prozent. Immerhin habe sich die Quote „ziemlich deutlich nach oben“ bewegt, stellte Dorn fest. Bis 2016 habe man einen Anstieg auf 17,3 Prozent erreicht.

In ihrem Koalitionsvertrag hatten CDU und Grüne „ambitionierte Schritte“ vereinbart. Man strebe an, „den Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung bis zum Ende der Legislaturperiode zu verdoppeln“. Rund ein Jahr vor Ende der Legislaturperiode wollte sich Dorn noch nicht endgültig von diesem Ziel verabschieden.

Im Energiegipfel von 2011 hatten sich alle Landtagsfraktionen zu dem Ziel bekannt, dass der Strom bis zum Jahr 2050 vollständig aus erneuerbaren Energiequellen kommt. Für die kommende Legislaturperiode fordern die Grünen dafür weitere Schritte.

Der notwendige Ausstieg aus der Kohleenergie könne zwar nur auf Bundesebene beschlossen werden. Hessen aber solle kein Geld mehr in klimaschädlichen Unternehmen anlegen. „Wir wollen uns von Aktien, Anleihen, Investmentfonds von klimaschädlichen Unternehmen bzw. klimaschädlichen Energien wie Kohleenergie trennen“, heißt es in einem Positionspapier zur Klimapolitik, das Dorn vorstellte.

Notwendig sei außerdem eine „Wärmewende“, mit der die energetische Sanierung von Gebäuden vorangetrieben werden solle.

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