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Bleibt gelassen: Norbert Altenkamp, Bürgermeister von Bad Soden (CDU).

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Altenkamp will nach Berlin

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Norbert Altenkamp, Bürgermeister von Bad Soden (CDU), will in den Bundestag. Er soll die Nachfolge von Ex-Forschungsminister Heinz Riesenhuber antreten. Angst vor einem Gegenkandidaten hat der 44-Jährige nicht.

Als Norbert Altenkamp vor der Bürgermeisterwahl in Bad Soden durch die Straßen zog, um Hausbesuche zu machen, mag mancher sich verwundert die Augen gerieben haben. Hat ein amtierender Rathauschef so was nötig? Kennt den nicht ohnehin jeder? Altenkamp selbst hat sich diese Frage kaum gestellt. Der 44 Jahre alte CDU-Politiker bezeichnet sich selbst als „soliden Handwerker“, der sich vor nichts wegduckt, jede Herausforderung annimmt. Offenbar eine gute Strategie: Drei Mal hat der gebürtige Westfale schon den Kampf um den Chefsessel im Bad Sodener Rathaus gewonnen, nie musste er in eine Stichwahl. Seit Jahren hat Altenkamp eine solide CDU/SPD-Parlamentsmehrheit im Rücken, und selbst seine politischen Kontrahenten finden kaum etwas an dem Diplombetriebswirt auszusetzen, den die CDU 2003 nach Bad Soden holte und der längst mit seiner Familie in der Kurstadt heimisch geworden ist. Erst jüngst hat Norbert Altenkamp den Haushalt für 2017 eingebracht, der nicht nur ein sattes Plus ausweist, sondern für weniger Betuchte auch noch Steuersenkungen vorsieht.

Parteitag im November

Nun aber sind Altenkamps Tage als Rathauschef in Bad Soden wohl gezählt. Denn die CDU Main-Taunus mit Axel Wintermeyer an der Spitze hat ihn zum Nachfolger von Ex-Forschungsminister Heinz Riesenhuber im Bundestag auserkoren. Er soll Kandidat im Wahlkreis 181 werden, zu dem auch drei Hochtaunusgemeinden gehören. Altenkamp sieht auch diese Herausforderung sportlich, spricht davon, dass er seine Erfahrungen als Kommunalpolitiker „im Maschinenraum der Republik“, – er sitzt auch im Main-Taunus-Kreistag und ist CDU-Fraktionschef im Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main – künftig an Deck in Berlin präsentieren wolle.

Und es stört ihn nicht, wenn beim Parteitag Anfang November mit Martin Heipertz ein Gegenkandidat auftritt, der sich selbst ins Spiel um die Riesenhuber-Nachfolge gebracht hat. „Am Ende des Abends werden wir beide um eine Erfahrung reicher sein“, kommentiert Altenkamp.

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