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Spielen nach der Schule: Alle Grundschulen im Kreis Offenbach bieten eine Betreuung an. (Symbolbild)

Kreis Offenbach

Alle Grundschulen bieten Betreuung

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Landrat bilanziert ein flächendeckendes Angebot im Kreis Offenbach. Der Nachmittagspakt soll auf mehr Kommunen ausgeweitet werden.

Eltern von Grundschülern können im Kreis Offenbach problemlos beide arbeiten gehen: Landrat Oliver Quilling (CDU) legte am Dienstag eine Bilanz vor, nach der die Kinder flächendeckend an allen Grundschulen betreut werden können. Bislang nehmen rund 50 Prozent aller rund 12 700 Grundschüler (Stand: Schuljahr 2015/16) im Kreis die freiwilligen Ganztags- oder Betreuungsangebote wahr.

An den 50 Grundschulen im Kreis gibt es vier Modelle: 15 Schulen bieten reine Betreuung an, bei der sich Fördervereine um ein qualifiziertes Freizeitangebot und ein warmes Mittagessen kümmern. Die anderen Grundschulen bieten nachmittags nicht nur Betreuung, sondern auch Bildung an.

27 Grundschulen sind im sogenannten Profil 1 organisiert, bieten also an mindestens drei Tagen pro Woche Bildung und Betreuung bis 14.30 Uhr. Sieben Grundschulen befinden sich im Profil 2 – heißt: an fünf Schultagen ein Ganztagsangebot bis 16 oder 17 Uhr. Der Kreis als Schulträger erhält vom Land 260 000 Euro und gibt dieses Geld zusammen mit einem eigenen Zuschuss von 250 000 Euro an die „Profilschulen“ weiter – nach Schülerzahlen verteilt.

Zwei Grundschulen in Neu-Isenburg nutzen den „Pakt für den Nachmittag“, um ihr Ganztagsangebot zu organisieren. Landrat Quilling hofft, dass im kommenden Schuljahr zehn bis 15 weitere dazukommen. „Wir werden gezielt auf 15 Schulen zugehen, von denen wir glauben, dass sie die Voraussetzungen mitbringen“, so Quilling. Allerdings wolle er das nicht aufoktroyieren; die Schulgemeinden sollten weiterhin die freie Wahl haben.

Der Vorteil sei einmal eine höhere Lehrerzuweisung durch das Land. Schulen im Kreis könnten bis zu 4,5 zusätzliche Stellen gewinnen. Zudem spreche die Rhythmisierung von Betreuung und Unterricht dafür. Sollten etwa alle Schüler einer Klasse am „Pakt“ teilnehmen, könne Montag morgens zuerst das Betreuungsangebot und dann der Frontalunterricht stattfinden.

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