Reisebericht

Camping in Hessen: Maininsel statt Odenwald

  • Fabian Scheuermann
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FR-Redakteur Fabian Scheuermann berichtet über sein Camping-Abenteuer.

Eigentlich wollten wir ja in den Odenwald. Camping in der Natur – mit Naturschwimmbad und Kinderspielplatz. Mal rauskommen nach dem ganzen Corona-Kram. Frische Luft. Und das nicht so weit weg. Das dachten sich wohl noch viele andere Leute: Die Frau am Telefon klingt jedenfalls leicht belustigt, als wir an einem Mittwoch fragen, ob wir am Wochenende noch mit einem Zelt bei ihnen unterkommen können. Also Planänderung. Die Maaraue bei Mainz – die Stadt unserer Studienzeit. „Kommen Sie ruhig vorbei“, heißt es am Telefon. Rheinhessische Gelassenheit – auch wenn Mainz-Kostheim ja eigentlich zu Wiesbaden gehört und Wiesbaden so gelassen dann auch wieder nicht ist … naja, altes Vorurteil aus der Studienzeit. Mainz-Wiesbaden-Animositäten. Aber ganz egal – Kostheim ist gefühlt ja sowieso: Mainz. Von Frankfurt aus gerade einmal 27 Minuten mit dem Zug, null mal Umsteigen, dann ist man in Mainz-Kastel. Dann noch ein paar Minuten zu Fuß auf eine Halbinsel an der Mündung des Mains in den Rhein: Ein wunderbar grüner Campingplatz, genug Platz für Abstand, mit rauschenden Blättern in den Baumkronen, direkt am Fluss, Spielplatz in der Nähe und ein Restaurant mit Hängematten, von denen aus man den Rhein sieht und den Mainzer Dom und die Sonne, die dahinter untergeht. Durchatmen. Im Zelt übernachten. Die Zeit genießen, in der der Sohn mit den Kindern vom Nachbarzelt spielt. Und Sonntagmittag wieder zurück nach Frankfurt. Was für ein Urlaub! 

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