Bad Vilbel

Burgfestspiele vertagt

Der Spielplan soll ins nächste Jahr übertragen werden.

Der Spielplan der Bad Vilbeler Burgfestspiele wird für 2020 außer Kraft gesetzt. Das veröffentlichte die Stadt am gestrigen Vormittag. Zwar ist die Saison damit offiziell nicht komplett abgesagt, doch sind sich Stadt und Festspiele sicher, dass 2020 in der Burg nicht viel passieren kann.

„Die Corona-Pandemie und alle erfolgten Verordnungen und Auflagen sorgen dafür, dass die Burgfestspiele im Jahr 2020 nicht wie geplant stattfinden können“, schrieb die Stadt in einer Mitteilung. Stadtsprecher Yannick Schwander präzisierte auf Anfrage: „Wir können nicht genau sagen, was dieses Jahr in der Burg noch passieren wird. Die Antwort auf die Frage, ob die Festspielsaison komplett abgesagt ist, lautet also jein.“

Klar sei jedoch, dass der Spielplan vorerst außer Kraft gesetzt ist. „Vom Land kamen noch keine genauen Anweisungen, wie groß Veranstaltungen in den nächsten Monaten sein dürfen“, sagte Schwander. „Es ist aber weiterhin nahezu ausgeschlossen, dass im September ein kurzer Spielbetrieb für die letzten geplanten Vorstellungen aufgenommen werden kann.“

Der Spielplan solle hingegen ins Jahr 2021 übertragen werden, hieß es in der Pressemitteilung. Doch wie genau das aussehen und in welchem Umfang das funktionieren könne, müsse noch geklärt werden.

Umbuchung ist in Arbeit

Ebenso ist noch unklar, wie mit bereits verkauften Tickets umgegangen werden soll. „Wir erarbeiten gerade mit Frankfurt-Ticket Rhein-Main und dem Kartenbüro der Stadt Bad Vilbel ein kundenfreundliches Konzept der Rückabwicklung beziehungsweise Umbuchung der bisher verkauften Eintrittskarten“, erläutert Festspielintendant Claus-Günther Kunzmann. Einzelheiten dazu würden spätestens am 27. April bekanntgegeben. Kunden, die beim städtischen Kartenbüro registriert seien, würden direkt benachrichtigt.

Mit der Quasi-Absage der Burgfestspiele hat sich auch das letzte von drei geplanten Großereignissen für 2020 in Bad Vilbel wegen der Corona-Pandemie erledigt. „Auch wenn wir es sehr bedauern, müssen wir bedacht handeln und zur Kenntnis nehmen, dass die Festspiele nicht stattfinden können. Eine Aufhebung der Saison 2020 ist daher unabdingbar“, führen Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) und Kunzmann aus. „Wir haben uns auf ein Festjahr gefreut, das mit dem Kindertheater im Mai beginnt, den 60. Hessentag und den 200. Vilbeler Markt beinhaltet und im September mit den Vorstellungen in der Burg enden sollte“, ergänzt Schwander.

Jetzt aber werde keine der genannten Veranstaltungen stattfinden, ungeachtet der vielen Arbeit aller Beteiligten, die bereits in die Vorbereitungen geflossen sei. „Das ist natürlich unglaublich bitter. Uns ist aber auch klar, dass wir uns momentan in einer Ausnahmesituation befinden und die Gesundheit vorgeht.“

Stöhr und Kunzmann wenden sich in ihrer Erklärung an enttäuschte Fans der Burgfestspiele: „Wir danken schon jetzt allen Kundinnen und Kunden für ihr Verständnis und hoffen, dass die vielen Freundinnen und Freunde der Burgfestspiele ebenfalls Verständnis für diesen Weg haben. Wie es genau weitergeht, welche Einzelheiten zu beachten sind und weitere Details geben wir zeitnah bekannt.“

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