+
Die grüne Spitzenkandidatin Daniela Wagner befürwortet schon länger Bündnisse mit der Union. Die Parteibasis ist davon nicht restlos begeistert - nur 52,9 Prozent schenkten ihr beim Parteitag das Vertrauen.

Landesliste

Wagner ist bei der Parteibasis nicht unumstritten

  • schließen

Die Grünen-Landeschefin Daniela Wagner tritt für ein Bündnis mit der Union ein. Vielen Mitgliedern ihrer Partei schmeckt das nicht.

Die Spitzenkandidatin: Die frühere Darmstädter Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner strebt ins Berliner Parlament zurück. Vor vier Jahren hatte die Wohnungsbau- und Verkehrspolitikerin den Wiedereinzug in den Bundestag verpasst. Anschließend war sie zur Landesvorsitzenden der hessischen Grünen (zusammen mit Kai Klose) gewählt worden – eine Position, die sie schon 1999 und 2000 innegehabt hatte.

Die 60-Jährige ist mit dem Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Parsch (Grüne) verheiratet und befürwortet schon länger Bündnisse mit der Union. Bei ihrer Kür zur Spitzenkandidatin musste Wagner allerdings einen Tiefschlag hinnehmen. Die Parteibasis schenkte ihr nur zu 52,9 Prozent das Vertrauen – bei weniger als 50 Prozent hätte sie die Nominierung verfehlt.

Das Team: Als Co-Spitzenkandidat steht der Frankfurter Außen- und Verteidigungspolitiker Omid Nouripour auf Platz zwei der Liste. Er erhielt bei der Nominierung mit 88 Prozent ein wesentlich besseres Resultat als Parteichefin Wagner. Der Deutsch-Iraner war 2006 für Joschka Fischer in den Bundestag nachgerückt. Auf den Plätzen drei und vier folgen mit der Gesundheitspolitikerin Kordula Schulz-Asche und dem Sozialpolitiker Wolfgang Strengmann-Kuhn ebenfalls Politiker, die dem Bundesparlament bereits angehören.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare