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Angesichts der hohen Mieten in der Frankfurter City schauen Unternehmen in früher wenig begehrte Stadtteile oder in die Region.

Wirtschaft

Büromieten in der Region um Frankfurt steigen

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Unternehmen und Investoren suchen zunehmend auch jenseits des Frankfurter Stadtgebiets, etwa in Eschborn, Offenbach und Neu-Isenburg neue Büroflächen.

Die zunehmende Schwierigkeit, in Frankfurt halbwegs bezahlbare Büroflächen zu finden, lässt immer mehr Unternehmen auch jenseits der Stadtgrenze suchen. Das legt eine Büromarktstudie des Maklerhauses Nai Apollo für Bad Homburg, Eschborn, Neu-Isenburg und Offenbach nahe. Nach dessen Zahlen sind im vergangenen Jahr in den untersuchten Marktgebieten zusammen mehr als 92 000 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet worden. Das ist ein Plus von mehr als 20 Prozent.

In Eschborn stieg der Flächenumsatz nach Zahlen von Nai Apollo besonders stark, legte um mehr als 42 Prozent zu. Dazu trugen insbesondere die großen Anmietungen des Personaldienstleisters Randstad und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit bei, die sich jeweils mehr als 10 000 Quadratmeter Büroraum sicherten.

Fast genauso stark, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau, wuchs das Vermietungsgeschehen in Offenbach. Dort sicherte sich das im Bereich Wärme- und Kältetechnik tätige Unternehmen Danfoss große Flächen in einer Projektentwicklung am Nordring. In Bad Homburg stagnierte der Flächenumsatz, in Neu-Isenburg sank er deutlich. Dort hätten aber überdurchschnittlich viele Unternehmen Mietverträge verlängert, heißt es bei Nai Apollo. Der Büroleerstand in den betrachteten Städten ist im vergangenen Jahr bis auf Bad Homburg gesunken. Besonders kräftig ging er in Eschborn zurück, wo die Quote mit 14,6 Prozent allerdings immer noch sehr hoch ist.

Steigende Mieten

Getrieben von der hohen Nachfrage und der zu diesem Zeitpunkt noch starken wirtschaftlichen Entwicklung in der Region Frankfurt/Rhein-Main sind die Mieten für Büroflächen weiter gestiegen. In Offenbach werden nach Zahlen von Nai Apollo inzwischen bis zu 15,60 Euro pro Quadratmeter gezahlt, in Eschborn bis zu 16,50 Euro pro Quadratmeter. „Die Höchstmieten liegen noch deutlich über diesen Werten und werden in Projektierungen erzielt“, sagt Martin Angersbach, Director Business Development Office bei Nai Apollo. Dort gebe es teils Mieten von mehr als 19 Euro pro Quadratmeter. In Frankfurt liegt allerdings sogar die Durchschnittsmiete deutlich höher, werden in der Spitze mehr als 45 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

Auch Investoren schauen nach Beobachtung des Maklerhauses zunehmend ins Umland. Sie seien auch in den untersuchten Städten inzwischen bereit, für bestimmte Bürohäuser Preise zu zahlen, die weit oberhalb des 20-Fachen der Jahresmiete liegen.

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