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Bühnenbetrieb in Familienhand

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Sandra und Bernhard Westenberger. kolar
Sandra und Bernhard Westenberger. kolar © Peter Kolar

Kriftel Da s Ehepaar Westenberger hält das Showspielhaus mit auf Kurs / Auch die Kinder wirken mittlerweile mit

Wer das Showspielhaus kennt, kennt auch die Namen Mock und Westenberger. Zwei Namen, hinter denen nicht nur die Erfinder dieses Showkonzeptes stehen, sie bilden auch die Säulen dieses Familienunternehmens. Und gerade der Name Westenberger taucht mehrfach auf. Wie hat es Björn Breckheimer in seinem Solostück „Applaus ist, wenn man trotzdem klatscht“ so schön auf einen Nenner gebracht: „Beschwerden bitte an Mock und Westenberger, also beide Westenberger.“

Bernhard und János teilen sich mit Hans-Jürgen Mock die Geschäftsführung. Tochter Leonie steht ebenfalls auf der Bühne und Ehefrau Sandra ist die Leiterin des hauseigenen Restaurants „Rampensau“. Im Oktober 1966 wurde die Sandra Schilling in Frankfurt am Main geboren und wuchs in Oberursel-Stierstadt auf. Bernhard Westenberger ist ebenfalls 1966 geboren, und während seines Zivildienstes haben sich die beiden 1988 kennengelernt. „1991 haben wir standesamtlich in Kriftel, und kirchlich in der evangelischen Gemeinde in Höchst geheiratet“, erzählen beide. Sohn János wurde 1992 und Tochter Leonie 1994 geboren.

„Als ich dann 1998 mit Hans-Jürgen Mock meine Bühnenkarriere startete, war Sandra als Vollzeitmutter mehr als gut beschäftigt“, sagt Bernhard. Aber sie habe bei all seinen Entscheidungen stets voll hinter ihm gestanden. „Zum einen war mir klar, dass, wenn Bernhard nicht auf der Bühne stehen kann, er nur ein halber Mensch ist“, erklärt Sandra, „und vor allem hatte ich die Gewissheit, einen so kreativen und vielseitigen Mann zu haben, der immer etwas anderes finden würde, wenn es mit dem Theater nicht klappt.“ Bei der Eröffnung des Showspielhauses stieg sie 2011 dann mit ein.

Zu dieser Zeit habe es vor Ort nur kleine Snacks gegeben. „Das war ein schleichender Prozess“, erzählen beide, „und als die Nachfrage, bei uns essen zu können, über Monate immer größer wurde, haben wir uns gesagt: Lass es uns probieren.“ Dabei warnten sie die Großeltern einst: „Kind, du kannst alles machen, nur keine Gastronomie!“ Dann aber sei aus der Vollzeitmutter die Restaurantleiterin der „Rampensau“ geworden. „Ich hatte auch Lust, wieder etwas zu arbeiten, und warum nicht in unserem Familienbetrieb?“, so Sandra Westenberger. Dass auch die Kinder mit eingestiegenen sind, ist ein seltenes Glück für die Eltern.

„Sandra gibt dem Restaurant das Gesicht“, sagt Bernhard, „sie ist die Gastgeberin.“ Sie sorge für das tolle Betriebsklima, und so hätten sie auch nie Probleme, Servicekräfte zu finden. „Das Team geht für Sandra durchs Feuer“, erklärt Bernhard, „und wenn wir dann hören, dass das Essen toll und der Service sehr nett war, wissen wir, dass das Team den Spirit des Showspielhauses an das Publikum weiter gibt.“ Egal ob Ensemble, Essen, Gastro, Service oder Technik, es sei ihnen wichtig, dass alle gleichwertig ihren Beitrag leisten. „Es ist einfach schön, dass wir als Paar, als Oma und Opa, eine gemeinsame Aufgabe und ein gemeinsames Ziel haben“, erklären beide.

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