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An der Sortieranlage auf dem Bauernhof in Darmstadt-Arheilgen wird nur mit Maske gearbeitet.
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An der Sortieranlage auf dem Bauernhof in Darmstadt-Arheilgen wird nur mit Maske gearbeitet.

Direktvermarktung

Spargel-Verkauf in Frankfurt: Buden an jeder Ecke

  • vonJohannes Blum
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Beim Verkauf von erntefrischem Spargel aus Südhessen sinken die Preise bereits. Verkauft wird das edle Stangengemüse traditionell noch bis zum „Johannistag“ am 24. Juni.

In kleinen, hölzernen Hütten oder in Verkaufsständen mit Sonnenschirm wartet in Frankfurt frischer Spargel auf die Kundschaft. Die Stände stehen überall verteilt im Stadtgebiet. Landwirte aus der Region bieten dort ihre frische Ware an, denn Frische ist das wichtigste Kriterium für Spargel.

Spargel vom Bauer Benz aus Darmstadt gibt es auch in Frankfurt

Ein sehr großes Angebot an Spargel bietet der Stand des Bauernladens Benz auf dem Erzeugermarkt auf der Konstablerwache an. Unter einem großen Sonnen- oder auch Regenschirm stehen hier 14 Kisten mit Spargel unterschiedlicher Qualität.

Der Spargel kommt aus Darmstadt-Arheilgen, wo das edle Gemüse derzeit mit Maske und Distanz von Erntehelferinnen und -helfern aus Kroatien und Rumänien ausgebuddelt wird. Die Stangen sind grün, rosa und weiß, haben geschlossene oder offene Köpfe. Letztere werden gerne auch Blume genannt.

Premium-Spargel haben verschlossene Blumen

Der perfekte Spargel, so die Verkäuferin Patricia, deren Nachname sie nicht genannt haben möchte, hat allerdings einen verschlossenen Kopf. Er ist so dick wie ein Daumen, gerade und weiß. Diesen gibt es hier für 19 Euro oder bereits geschält für 22 Euro pro Kilo. Wer den Spargel für eine Suppe nutzen möchte, braucht auf diese ästhetischen Werte weniger zu achten und kann auch den Spargel für 13 Euro nehmen.

Dieser ist dann teils zusammenwachsen, dadurch sehr dick und manchmal auch hohl, aber vom Geschmack gleich, sagt Patricia. Klein geschnitten, falle das alles nicht mehr auf.

Dicke, dünne und krumme Spargel

Alle tragen medizinischen Mundschutz auf dem Markt, auch Patricia, und die Spargelverkäuferin erklärt weiter, dass die zweite Kategorie dünner ist und ab der dritten der Spargel ungerade wird, aber dafür mit 17 Euro etwas günstiger ist.

Der Bauernmarkt auf der Konstablerwache in Frankfurt hat immer donnerstags und samstags geöffnet. Am anderen Ende des Marktes liegt Spargel aus Flörsheim in der Auslage. Lore Bäuscher hat hier ihren Gemüsestand und bietet bereits diese Woche die Kategorie eins für 16 Euro an. Vor einer Woche waren es noch 19 Euro, sagt einer der Verkäufer. Aber so langsam gäben die Preise etwas nach.

Ein Kilo Spargel aus Südhessen kostet derzeit etwa 17 Euro

Drei bis vier Euro könnten es noch weniger werden pro Kilo, meint Siegbert Tovar. Er verkauft für Bauer Lipp in der Idsteiner Straße im Stadtteil Gallus und steht hinter einer dünnen Plexiglasscheibe. Der Spargel bei ihm aus Weiterstadt kostet in der Kategorie eins 16,90 Euro.

Denselben Preis hat auch der Spargel am Stand vom Tannenhof ebenso aus Weiterstadt. Der Stand steht im Oeder Weg im Nordend. Hier ist besonders günstig der Bruch für 7,90 Euro. Dieser soll qualitativ keine Nachteile haben, versichert die Verkäuferin. Die Stangen seien nur zu kurz abgeschnitten worden.

Spargelernte in Südhessen: Sonne beeinflusst den Geschmack

Ob rosa, grün oder weiß: Der deutsche Spargel ist von der Art immer gleich. Entscheidend sei der Zeitpunkt der Ernte, sagt Patricia. Werde der Spargel frühzeitig im Erdhügel gefunden und gestochen, dann hat er noch keine Sonne erspürt und ist meist mit geschlossenem Kopf in der Kategorie eins.

Sonne hat Einfluß auf den Geschmack: Ist weiß mild, so gilt rosa als leicht kräftiger und grün schon eher würzig.

Grüner Spargel aus der Region wird immer beliebter

Grüner Spargel lässt sich ohne Erdhügel am besten ernten. Der sei immer mehr gefragt, erfährt man an den Ständen. Er ist leicht zu verarbeiten und braucht nicht unbedingt geschält oft einfach nur gedünstet oder gegrillt zu werden.

Aus dem Spargel lässt sich ganz schön viel machen, erzählt Kundin Manu Gebauer. Bei ihr kommt dieses Wochenende grüner Spargel auf den Tisch. Zuerst Spargelsalat mit Erdnüssen und Eiern, dann Risotto mit grünem Spargel und grüner Spargel mit Omelett. 

Spargelverkauf noch bis zum Johannistag am 24. Juni

Noch viele weitere Gerichte lassen sich mit Spargel kochen, schwärmt sie - und dafür ist auch noch sehr viel Zeit. Die Spargelsaison hat erst begonnen und die Stände bleiben den ganzen Frühling stehen, genauer gesagt bis kurz nach dem 24. Juni, dem Johannistag.

Denn nach einer alten Bauernregel darf Spargel danach nicht mehr gestochen werden. Und das hat einen Sinn, denn Spargel braucht seine Zeit, um sich für das nächste Jahr zu regenerieren.

Praktische Tipps für die Lagerung von Spargel

Um den Spargel frisch zu halten, empfehlen die Verkäufer:innen, die Stangen in ein feuchtes Handtuch zu wickeln und im Kühlschrank im Gemüsefach zu lagern. So bleibt er zwei, drei Tage länger frisch.

Beim Kochen ist ihr Tipp, ein paar Spritzer Zitronensaft ins Wasser zu geben, damit die Spargelstangen schön weiß bleiben – und nicht „rosten“.

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