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Neuer Name, neue Technik: Das digitale Beleuchtungspult setzt das Capitol Dietzenbach ins richtige Licht.

Dietzenbach

Neuer Name zum Geburtstag

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Das Bürgerhaus wird zum 30-jährigen Bestehen in Capitol umbenannt.

Capitol Dietzenbach statt Bürgerhaus: Zum 30-jährigen Bestehen des Hauses haben das Veranstaltungsteam und Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos) einen neuen Namen ausgesucht. „Der Kuppelbau ist das Alleinstellungsmerkmal, den gibt es in der Region nur bei uns – also benennen wir das Haus auch nach seiner architektonischen Besonderheit“, sagt Rogg unter Applaus der rund 150 Besucher am Sonntag.

Zum 30-jährigen Bestehen und zum Abschluss der aufwendigen Sanierungsarbeiten wollte die Stadt zeigen, was das Haus kann: Bei einem sechsstündigen Fest gab es Führungen durchs Haus, Vereine traten mit Musikdarbietungen auf und die Besucher konnten erleben, wie die unterschiedlichen Räumlichkeiten für Feste, Kleinkunst, Messen, Märkte oder Seminare genutzt werden können.

Für das Bürgerhaus müssten neue Wege beschritten werden, die Stadt wolle eine zeitgemäße Vermarktung. Und dazu gehöre eben auch ein neuer Name. „Bürgerhaus klingt ein wenig verstaubt und spiegelt nicht wieder, was das Haus technisch inzwischen alles kann“, sagt Rogg. Ein dreiviertel Jahr suchte das 15-köpfige Veranstaltungsorganisationsteam nach einem passenden Namen, vor zwei Wochen fiel die Entscheidung für Capitol. Wobei für die Dietzenbacher die Umgewöhnung leicht fallen dürfte, wurde der Kuppelsaal schon zuvor so genannt.

„Gerade für die Vermarktung nach außen ist ein griffiger Name wichtig“, sagt Rogg, Vermietung und Verpachtung seien die wichtigste Einnahmequelle für das Bürgerhaus. Für die Vermietung hat Rogg ein neues Konzept erarbeitet, das nun umgesetzt werde. Dazu gehört unter anderem, dass künftig die Säle und die Ratsstube gemeinsam angeboten werden. „Früher wurden die getrennt angeboten, da hatte mancher Kunde das Gefühl, er zahle mehr“, sagt Rogg.

In Sachen Kulturveranstaltungen wolle Dietzenbach die Kooperation mit den umliegenden Kommunen suchen. „Natürlich können wir nicht Frankfurt Konkurrenz machen, aber im Kreis können wir an einem Strang zeihen, um den Besuchern attraktive Angebote zu machen“, sagt er.

Dazu wolle man im Capitol auch auf Experimente setzen, so werde es im Pub des Hauses ab kommenden Jahr regelmäßige „open stages“ für Bands geben. Das bewährte und beliebte Kabarett-Angebot werde beibehalten, Bruno Jonas oder Hagen Rether seien bereits verpflichtet. „Die Dietzenbacher Vereine können natürlich auch weiterhin das Haus mieten“, betont Rogg, das Capitol werde weiterhin Angebote für alle Dietzenbacher machen.

Viele Besucher nutzten am Sonntag viele Besucher die Möglichkeit einer Führung durch das Haus. Eines der Herzstücke des neuen Capitols, das digitale Beleuchtungspult, stand dabei im Mittelpunkt des Interesses. „Das wurde erst Ende September eingebaut“, sagt Veranstaltungstechniker Joel Schepermann. damit können alle Lampen digital angesteuert werden. „Das ist kein Vergleich zu den bisher 32 Geräten, die angeschlossen werden konnten“, sagt er. Wirklich ausreizen habe man die neue Technik noch nicht, doch spätestens beim Varieté Glitzersterne Ende Dezember werde es so weit sein.

Zum 30-jährigen Bestehen erinnerte sich mancher Besucher auch an die Anfänge des Hauses, etwa Artus Rosenbusch. „Ich war 1988 Vorsitzender beim SC Steinberg und unser Fest war die erste Großveranstaltung hier im Haus. Dabei kamen so viele Besucher, dass wir den ganzen Abend neue Tische heranschaffen mussten.“

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