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Wirtschaft  

Brexit treibt Unternehmen nach Hessen

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Die Zahl der Ansiedlungen aus dem Ausland ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das hat unter anderem mit dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU zu tun.

Der Brexit hat dazu beigetragen, dass die Zahl der Neuansiedlungen oder Erweiterungen von bestehenden Standorten ausländischer Unternehmen in Hessen erneut gestiegen ist. Das legen Zahlen der landeseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Trade & Invest (HTAI) nahe. Insgesamt siedelten sich 193 ausländische Firmen neu an oder investierten in eine Erweiterung, 20 mehr als im Jahr 2017. Seit Gründung der HTAI im Jahr 2012 stieg die Zahl bisher jedes Jahr an.

Unter den Ansiedlungen waren im vergangenen Jahr allein 29 aus dem Vereinigten Königreich, 17 mehr als im Jahr zuvor. Elf weitere internationale Investoren nannten den geplanten Brexit nach Angaben von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) als Grund für eine Neuansiedlung oder eine Erweiterung des Standorts. Die Landesregierung halte den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) für ein großes Unglück. Sie habe aber unverzüglich reagiert und bei ausländischen Unternehmen für Hessen als neuen Brückenkopf in der EU geworben, sagt Al-Wazir.

Wichtigste Zielregion für ausländische Investitionen sind Frankfurt und Region. Hier siedelten sich im vorigen Jahr etwa die Silicon Valley Bank, die Bank of Taiwan (beide Frankfurt), der chinesische Automobilhersteller Chery (Raunheim) und die Privatschule King’s College (Friedrichsdorf) an.

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