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ICE ausgebrannt: Die 500 Insassen konnten den Zug unverletzt verlassen.

ICE-Unglück

Brennendes Öl löst Feuer in ICE aus

Ein Brand bricht im Oktober in einem fahrenden ICE auf der Schnellfahrstrecke Köln - Frankfurt nahe Montabaur aus. Jetzt steht die Brandursache fest: Transformatoröl hatte sich entzündet.

Vor dem Feuer in einem ICE im Oktober im Westerwald hat sich ausgetretenes Transformatoröl in dem Zug entzündet. Nach Bundestagsangaben vom Mittwoch haben sich keine Hinweise auf Instandsetzungsmängel ergeben. Die Transformatoren und Nebenaggregate wie Trafoölpumpe und Trafoölkühler beim Unglückszug würden untersucht. Transformatoren würden während normaler Wartungen nicht geöffnet - sie seien laut ihrem Hersteller so für die lebenslange Betriebszeit eines Zugs vorgesehen.

Generell werden nach Bundestagsangaben Transformatoren bei Zügen der Deutschen Bahn künftig engmaschiger überprüft. Auf den Prüfstand kämen auch die Brandschutzkonzepte. Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) werde spätestens ein Jahr nach dem Unfall einen Bericht vorlegen - falls kein abschließendes Dokument, so wenigstens einen Zwischenbericht.

Am 12. Oktober war auf der Schnellfahrstrecke Köln - Frankfurt nahe Montabaur in Rheinland-Pfalz ein Feuer in einem fahrenden ICE ausgebrochen. Alle gut 500 Menschen an Bord wurden gerettet, fünf erlitten leichte Verletzungen. Das Feuer zerstörte den Zug und beschädigte Gleise. Nach Bundestagsangaben galt der Grundsatz "Erst retten, dann löschen". Die Bilder in den Medien mit lodernden Flammen habe es erst deutliche Zeit nach der Rettung der Passagiere gegeben. (dpa)
 

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