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Justiz

Braune Vordenker vor Gericht

  • vonJoachim F. Tornau
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Ein seit Jahren schwelendes Strafverfahren gegen das Führungstrio des rechtsextremen „Thule-Seminars“ soll endlich in eine Gerichtsverhandlung münden.

Nach derzeitiger Planung soll der Prozess wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlichen Volksverhetzung am 23. März beginnen, teilte das Amtsgericht im nordhessischen Fritzlar am Montag auf FR-Anfrage mit. Bereits vor fast zweieinhalb Jahren hatte die Kasseler Staatsanwaltschaft Anklage gegen Pierre Krebs aus Bad Emstal, den 74-jährigen Gründer und Leiter der braunen Ideenschmiede, sowie die Vorstandsmitglieder Gudrun Schwarz, 71, aus Bad Wildungen und Burkhart Weecke, 70, aus Horn-Bad Meinberg erhoben.

Das Amtsgericht hatte die Anklage jedoch zunächst nicht zulassen wollen, weil es keinen hinreichenden Tatverdacht sah. In dem Verfahren geht es um einen Taschenkalender, den das „Thule-Seminar“ für das Jahr 2016 veröffentlichte und der schon im Juli 2016 als jugendgefährdend indiziert wurde. In dem Kalender wurde zum Rachefeldzug gegen die angeblich durch Masseneinwanderung und Multikulturalismus angestrebte „Ausrottung der Deutschen“ aufgerufen. Zahlreiche NS-Funktionäre, SS-Offiziere und „Rassenforscher“ waren mit ihren Geburtstagen eingetragen. Die Schuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg wurde bestritten und selbst Adolf Hitler zum Märtyrer stilisiert.

Das in Nordhessen ansässige „Thule-Seminar“ ist ein 1980 gegründeter eingetragener Verein, der mit Publikationen und Veranstaltungen für einen intellektuell verbrämten Rechtsextremismus und Rassismus wirbt.

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