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Am Kaiserlei ist es derzeit auch durch Corona schwierig, neue Mieter zu mieten.
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Am Kaiserlei ist es derzeit auch durch Corona schwierig, neue Mieter zu mieten.

Zukunft

„Das Profil für die Wirtschaft schärfen“

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Leiterin der Wirtschaftsförderung Offenbach, Bozica Niermann spricht im Interview über die Zukunft der Stadt und ihre Alleinstellungsmerkmale.

Frau Niermann, was sind die größten Herausforderungen für Sie als neue Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach?

Das Thema Zukunft der Innenstadt hat pandemiebedingt noch einmal zusätzlich Fahrt aufgenommen. Da ist es gut, dass wir als Stadt Offenbach schon seit einiger Zeit am Zukunftskonzept arbeiten und dass dieses vergangenes Jahr von der Politik beschlossen wurde. Jetzt geht es darum, in die Umsetzung zu kommen und die PS auf die Straße zu bringen.

Bozica Niermann.

Wie wollen Sie das machen?

Das kann keiner alle machen. Da müssen ganz viele verschiedene Akteure der Stadtverwaltung, aber auch private Investoren und Handelsunternehmen eine gemeinsame Kraftanstrengung unternehmen. Ich bin überzeugt von dem Konzept, das auf fünf Säulen fußt: Handel, Arbeit, Wohnen, Kultur und Teilhabe. Wir hoffen, dass aufgrund der Corona-Pandemie neue Fördertöpfe entstehen werden, mit denen wir das eine oder andere Projekt finanzieren können.

Eine andere Herausforderung wird sicher sein, Gewerbe in die Stadt zu locken.

In den vergangenen Jahren ist es uns ganz gut gelungen, Offenbach als Wohnstandort zu positionieren. Das war schon anders. Jetzt geht es darum, das Profil für die Wirtschaft zu schärfen.

Zur Person

Bozica Niermann leitet seit dem 15. Januar das Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften. Zuvor hat die 48-Jährige als Prokuristin und Bereichsleiterin bei der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft gearbeitet. tim/foto: PRIVAT

Wie soll das gelingen?

Wir werden jetzt in die Analyse gehen. Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Dabei wollen wir Alleinstellungsmerkmale und Charakteristika herausarbeiten und diese in Form von Botschaften über unser Standortmarketing nach außen tragen.

Was sind die Vorteile des Standorts Offenbach?

Wir wollen die Unternehmen ansprechen, die nach vorne wollen. Wir sind offen für Neues. Wir sind eine kleine Großstadt mit einer sehr gut aufgestellten Verwaltung, die schnell arbeitet. Wir sind mitten im Rhein-Main-Gebiet, was den Verkehr betrifft, sehr gut angebunden und haben eine junge Bevölkerung. Und die Mietpreise für Gewerbe sind deutlich günstiger als beispielsweise in Frankfurt.

Welche Flächen wollen sie insbesondere bewerben?

Wir haben für unterschiedliche Unternehmen unterschiedliche Standorte. Der Kaiserlei, Hafen Offenbach, das Quartier 4.0, der neue Innovationscampus liegen zentral in der Stadt. Die Bieber-Waldhof, Sprendlinger Landstraße, die Mühlheimer Straße decken das Angebot für das klassische Gewerbe gut ab. Aber auch die kleinteilige Kreativbranche fühlt sich in den innenstadtnahen Quartieren sehr wohl.

Hat Corona der Stadt bei der Ansiedlung von Unternehmen am Kaiserlei zuletzt einen Strich durch die Rechnung gemacht?

Der Kaiserlei ist ein Projekt, das über Jahre angelegt ist. Er ist das Tor zur Stadt, und wenn der Umbau fertig ist, wird es eine deutliche Aufwertung geben. Wir haben coronabedingt bei der Vermarktung wie alle in der Branche eine gewisse Delle. Wir werden genau beobachten, wie sich die Immobiliennachfrage für unter anderem Büroräume entwickelt. Es heißt, auch nach Corona werden Büros wegen vermehrten Homeoffice deutlich weniger nachgefragt.

Glauben Sie das auch?

Ich glaube auch nicht, dass wir auf das alte Level von Präsenzarbeit zurückkehren werden. Auf der anderen Seite müssen wir auch genau schauen, wie sich die Unternehmen aufstellen wollen. Wird es noch viele Großraumbüros geben? Oder wird es wieder vermehrt kleinere Büros geben? Das sind Trends, die sich in Zukunft zeigen müssen.

Interview: Timur Tinç

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