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Volker Bouffier (CDU), hessischer Ministerpräsident und Vorsitzender der CDU in Hessen.

Hofheim

Bouffier: Sondierungsgespräche noch in dieser Woche

Noch in dieser Woche möchte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) Gespräche mit möglichen Koalitionspartnern führen, um zügig eine stabile Landesregierung zu bilden.

Noch in dieser Woche möchte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) Gespräche mit möglichen Koalitionspartnern führen, um zügig eine stabile Landesregierung zu bilden. Bouffier sagte am Montagabend in Hofheim, dass er Grünen, SPD und der FDP Gespräche anbieten werde. Er wolle nach Möglichkeit zuerst mit den größeren Fraktionen sprechen, aus der Abfolge sollten jedoch keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Eine Ampelkoalition von Grünen, FDP, und SPD sieht Bouffier nicht, da die Differenzen der potenziellen Teilnehmer zu groß seien.

Tagsüber hatte Bouffier dem Hessischen Rundfunk gesagt: „Es spricht einiges dafür, dass wir unsere Arbeit mit den Grünen fortsetzen können.“ Eine Zweier-Koalition komme für ihn eher in Betracht als Dreierbündnisse.

Etwa 200 Delegierte, Wahlkreiskandidaten und Gäste waren am Montagabend zum Kleinen Parteitag der hessischen CDU in die Hofheimer Stadthalle gekommen. Einen Tag nach der Landtagswahl hatten sie Bouffier stehend und mit lang anhaltendem Applaus empfangen. Zuvor hatte der Landesvorstand der Christdemokraten getagt und den weiteren Fahrplan der anstehenden Regierungsbildung besprochen. Nach Einschätzung des Ministerpräsidenten sollte es möglich sein, bis Weihnachten zu klären, wie die neue hessische Landesregierung aussieht.

Die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz der Bundes-CDU zu kandidieren, bezeichnete Bouffier als „mutig und höchst noble Entscheidung“. Der Christdemokrat ergänzte: „Das ist eine Zäsur.“

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