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Im April 2014 fanden Ermittler Material für eine Bombe bei einem Mann aus Oberursel. Einen Anschlag auf das Radrennen am 1. Mai konnte ihm nicht nachgewiesen werden.
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Im April 2014 fanden Ermittler Material für eine Bombe bei einem Mann aus Oberursel. Einen Anschlag auf das Radrennen am 1. Mai konnte ihm nicht nachgewiesen werden.

Landgericht Frankfurt

Bombenbauer aus Oberursel in Psychiatrie verlegt

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Der Mann hat seine Haftstrafe verbüsst. Doch auf freien Fuß kommt er nicht - im Gegenteil: Nun laufen neue Ermittlungen gegen ihn.

Zumindest etwas merkwürdig wirkte Halil D. schon kurz nach seiner Festnahme im Frühling 2015. Vor dem Landgericht Frankfurt berichtete er von diffusen Klopfgeräuschen, die er in seiner Zelle wahrnehme. Und wenn sein kleiner Sohn ihn besuchte, durfte er nicht mit der linken Hand spielen. Die nämlich sei des Teufels. Nun aber, zweieinhalb Jahre nach dem wegen Halil D. abgesagten Radklassiker am 1. Mai, soll sich der Zustand des Oberurselers weiter verschlechtert haben. Wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Montag bestätigte, ist der 38-Jährige in die Psychiatrie verlegt worden.

Bundesweite Berühmtheit erlangte Halil D. Ende April 2015. In seinem Haus in Oberursel entdeckten Polizisten eine funktionsfähige Rohrbombe. Da D. zuvor mehrfach auf der Strecke des für den 1. Mai geplanten Radrennens „Rund um den Finanzplatz Eschborn – Frankfurt“ unterwegs gewesen sein soll, befürchteten die Ermittler, der Verdächtige plane einen Anschlag auf die Wettfahrt. Das Rennen wurde daraufhin abgesagt.

Justizbedienstete beleidigt

In dem Prozess wurde D. zwar verbotener Waffen- und Sprengstoffbesitz sowie Urkundenfälschung nachgewiesen. Für den Vorwurf, er habe einen Anschlag auf das Radrennen geplant, fehlten aber die Belege – obwohl in seiner Wohnung Propagandamaterial für den „Islamischen Staat“ sichergestellt worden war. Das Landgericht verurteilte Halil D. zu zweieinhalb Jahren Haft.

Die Gefängnisstrafe hat D. dieser Tage verbüßt. Doch wie die Staatsanwaltschaft berichtete, gibt es ein neues Verfahren gegen ihn. Im Gefängnis soll er sich gleich mehrfach der Beleidigung strafbar gemacht haben. Opfer waren jeweils Justizvollzugsangestellte. D. soll zum einen ausfällig geworden sein, als er während eines Telefonats von Justizbediensteten angesprochen wurde. Einen zweiten Vorfall soll es beim Besuch seiner Ehefrau gegeben haben, gegen die jetzt ebenfalls ermittelt wird. Die Staatsanwaltschaft geht nun davon aus, dass in dem neuen Verfahren die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet wird.

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