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Auf dem Gelände der ehemaligen Pioneer-Kaserne ist in Hanau bei Kanalbauarbeiten eine Bombe gefunden worden.

Bombenfund in Hanau

Bombe in Hanau ist entschärft

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Die Weltkriegsbombe in Hanau ist entschärft. Zuvor war die Evakuierung im Stadtteil Wolfgang planmäßig abgeschlossen worden. Die Straßensperrungen werden aufgehoben.

Die Bombe in Hanau ist am Freitag kurz vor 14 Uhr entschärft worden, meldet die Hanauer Feuerwehr. Zuvor war die Evakuierung der Bewohner im Stadtteil Wolfgang planmäßig abgeschlossen worden.  Dort war am Donnerstag eine Bombe aus dem Zweiten Weltkriegs gefunden worden. Deren Entschärfung war für 13 Uhr geplant gewesen. Die Arbeiten begannen gegen 13.30 Uhr und damit nur geringfügig verspätet.

Wie Feuerwehr weiter mitteilte, konnten die Straßensperrungen nach der Entschärfung der Bombe kurze Zeit später aufgehoben werden. 

Die 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe war bei Kanalbauarbeiten auf dem Gelände des Pioneer Parks, die ehemalige Pioneer-Kaserne, gefunden worden.

Die Evakuierung der Anwohner des Bomben-Fundortes  hatte in Wolfgang am Freitagmorgen um 8.30 Uhr begonnen. Wie  Joachim Haas-Feldmann, Sprecher der Stadt Hanau, sagte, verlief sie planmäßig. Die technische Einsatzleitung hatte bereits am frühen Morgen ihren Dienst aufgenommen, meldete die Hanauer Feuerwehr. In der Nacht war der Fundort der Bombe von der Polizei überwacht worden.

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Insgesamt waren in Hanau 120 Polizisten aus der Stadt und Offenbach, darunter auch Polizei-Schüler, sowie 105 Hanauer Feuerwehrleute und 62 Kräfte des Deutschen Rettungsdienstes  im Einsatz, so der Stadt-Sprecher weiter.

In der Lindenauhalle, wo Evakuierte unterkommen sollten, hielten sich am Freitagmittag weniger Personen als erwartet auf. Etwa 270 Personen stammten aus der Flüchtlingsunterkunft, die direkt gegenüber der ehemaligen Pioneer-Kaserne liegt, wie Stadt-Sprecher Haas-Feldmann sagte. Die meisten der evakuierten Hanauer waren vermutlich bei Familienangehörigen oder Freunden untergekommen. Alle konnten nach der erfolgreichen Entschärfung wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

Eine frühere Entschärfung der Weltkriegsbombe am Donnerstag war nicht möglich gewesen, wie Haas-Feldmann erklärte, weil eine dafür benötigte Wasserstrahlschneidmaschine in Limburg im Einsatz war. Dort war am Donnerstag eine 250 Kilogramm schwere Bombe gefunden worden, die am Abend entschärft wurde. 

Evakuierung beginnt im alten Ortskern von Wolfgang

Damit Menschen nicht gefährdet werden, mussten die Anwohner vor Beginn der Bombenentschärfung  in einem Umkreis von 1000 Metern rings um die ehemalige Kaserne ihre Wohnungen verlassen. Die Evakuierung begann um 8.30 Uhr. Sie erfolgte systematisch. Menschen im alten Ortskern von Wolfgang in der Nähe des Bahnhofs waren die ersten, die ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten, sagte der Stadt-Sprecher. 

In dem Gebiet, in dem die Bombe gefunden worden ist, leben nach Angaben eines Stadtsprechers etwa 5600 Menschen. Da sich ein großer Teil tagsüber nicht dort aufhält, wurde damit gerechnet, dass etwa 2000 Bewohner von der Evakuierung betroffen waren. Sie wurden mit Bussen der Hanauer Straßenbahn in die Lindenauhalle gebracht. Fragen von Bürgern beantwortete die Stadt an ihrem Bürgertelefon, das unter der Rufnummer 06181/6764117 zu erreichen  ist. Dorthin sollten sich Anwohner wenden, die nicht selbstständig ihre Wohnung verlassen konnten

Zur Vorsicht wurden auch zwei Schulen und vier Kindertagesstätten geschlossen. Betroffen waren die Robinson- und die Elisabeth-Schmitz-Schule sowie die städtischen Kinder-Tagesstätten Old Argonner, Wolfgang, Sportsfield und die Betriebs-Kita Umicore Kids.

Unmittelbar vor Beginn der Bombenentschärfung wurde die Bundesstraße B43a ab 12.30 Uhr von der Abfahrt Hanau Hafen bis zur Abfahrt Hanau-Wolfgang in beide Richtungen gesperrt worden. Ebenso war der Bereich im Umkreis von 1000 Metern um den Einsatzort nicht befahrbar. Der Verkehr von Stadt- und Regionalbussen wurde ab 11.30 Uhr eingestellt. Betroffen war auch der Bahnverkehr auf den Strecken Hanau-Fulda und Hanau-Friedberg.

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