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Blick aufs Handwerk

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Wetterau - Was die Zahlen der Handwerksbetriebe in der Wetterau angehen, hat sich von 2021 zu 2022 nicht allzu viel verändert - im Detail aber doch. Das geht aus der aktuellen Landkreisstatistik der Handwerkskammer Wiesbaden hervor. Demnach lag sie 2021 bei insgesamt 4243 Betrieben und stieg dann 2022 um sieben auf 4250. Das entspricht einem Anstieg von 0,2 Prozent.

Mit dieser Gesamtzahl liegt die Wetterau im Kammerbezirk Wiesbaden auf Platz zwei hinter dem Main-Kinzig-Kreis. Der konnte das größte Plus mit 1,4 Prozent verzeichnen.

Bei diesen totalen Zahlen gilt es allerdings zwischen drei Betriebsarten zu unterscheiden. Nach der Handwerksordnung, dem 1953 eingeführten und mehrfach novellierten Regelwerk für den Wirtschaftsbereich Handwerk, werden die 146 Handwerke und handwerksähnlichen Gewerbe in drei Gruppen unterteilt.

Zum einen sind da die aktuell 2822 zulassungspflichtigen Handwerksfirmen in der Wetterau. Beispiele hierfür sind Dachdecker, Schornsteinfeger, Gerüstbauer, Klempner, Friseure, Zahntechniker oder auch Orgel- und Harmoniumbauer. Diese Betriebe sind im Jahr 2022 laut Handwerkskammer Wiesbaden um 45 weniger geworden in der Wetterau.

Ein Plus gab es hingegen bei den zulassungsfreien Handwerksbetrieben. Davon gibt es 1008 im Kreis. Dazu zählen etwa Uhrmacher, Modellbauer, Schuhmacher, Müller, Fotografen oder Bestatter. Im Vergleich der Jahre 2021 und 2022 wurden es 35 Betriebe mehr.

Bei den handwerksähnlichen Betrieben sind im Jahresvergleich 17 hinzugekommen. Dort sind jetzt 420 Handwerker eingetragen, wie etwa Bodenleger, Bürsten- und Pinselmacher, Änderungsschneider, Gerber oder Kosmetiker. „Zum Stichtag 31. Dezember 2022 waren insgesamt 26 982 Betriebe in der Handwerksrolle der Handwerkskammer Wiesbaden eingetragen“, so Kammerhauptgeschäftsführer Bernhard Mundschenk. Die Zahl der Handwerksbetriebe sei damit 2022 leicht gestiegen. Dies entspreche einer Zunahme von 0,5 Prozent und damit 126 Betrieben im Vergleich zu 2021.

Mundschenk zufolge gibt es bei den Handwerksbetrieben mit Meisterpflicht bei den Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern (-154) sowie den Raumausstattern (-125) die größten Rückgänge im gesamten Bezirk. Die stärksten Zuwächse innerhalb dieser Gruppe sind bei den Installateuren und Heizungsbauern (+34) und den Elektrotechnikern (+22) zu verorten. Bei den zulassungsfreien Handwerkern verzeichnen die Kosmetiker den stärksten Zuwachs (+132), gefolgt von den Gebäudereinigern (+86) und Fotografen (+82). Bei den handwerksähnlichen Gewerben wird bei den Bodenlegern (+80) der größte Anstieg dokumentiert. red

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