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Kühe stehen in einem Stall.

Wiesbaden

Blauzungen-Sperrzone ausgeweitet

In Hessen ist die Sperrzone wegen der Blauzungenkrankheit von Tieren ausgeweitet worden: Mehr als die Hälfte der Landesfläche ist nun Sperrgebiet, wie das Umweltministerium am Dienstag mitteilte. Für 11 134 Betriebe, in denen insgesamt fast 396 000 Rinder, Schafe und Ziegen gehalten werden, gelten Beschränkungen.

In Hessen ist die Sperrzone wegen der Blauzungenkrankheit von Tieren ausgeweitet worden: Mehr als die Hälfte der Landesfläche ist nun Sperrgebiet, wie das Umweltministerium am Dienstag mitteilte. Für 11 134 Betriebe, in denen insgesamt fast 396 000 Rinder, Schafe und Ziegen gehalten werden, gelten Beschränkungen.

In Hessen selbst ist nach Angaben einer Sprecherin des Umweltministeriums noch kein Fall der Blauzungenkrankheit bekannt geworden. Allerdings reichen die um Ausbruchsbetriebe in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland eingerichteten Sperrgebiete mit einem Radius von mindestens 150 Kilometer bis nach Hessen.

Zuletzt ist die Seuche nach Ministeriumsangaben im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach ausgebrochen. Die Kreise in Süd- und Mittelhessen gehören demnach nun fast vollständig zum Sperrgebiet; einzige Ausnahme seien wenige Gemeinden im nordöstlichen Vogelsbergkreis, die noch nicht dem Sperrgebiet angehören. Auch in anderen Bereichen liegen einzelne Gemeinden im Sperrgebiet, betroffen sind hier Teile der Landkreise Waldeck-Frankenberg, Fulda und des Schwalm-Eder-Kreises.

Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte, meist akut verlaufende Krankheit, die vor allem Schafe, Ziegen und Rinder befallen kann. Sie wird durch Stechmücken übertragen, für den Menschen ist sie ungefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.

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