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Der Angeklagte räumt die Entführung ein, stellt den Tod des Kindes aber als Unfall dar. (Archiv)

Mutmaßlicher Mörder von Johanna

Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Freiheitsstrafe

Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll das Gericht im Fall Johanna eine besondere Schwere der Schuld feststellen. Die Verteidigung plädiert auf Totschlag.

Die Staatsanwaltschaft hat für den mutmaßlichen Mörder der kleinen Johanna eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Der Angeklagte habe sich in „ganz besonders egoistischer Weise über den Lebensanspruch“ des Mädchens hinweggesetzt, sagte der Anklagevertreter am Freitag vor dem Landgericht Gießen. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll das Gericht auch eine besondere Schwere der Schuld feststellen, was eine vorzeitige Haftentlassung in den allermeisten Fällen ausschließen würde.

Nach dem Willen der Verteidigung soll der Angeklagte nicht wegen Mordes, sondern wegen Totschlags verurteilt werden. Zudem solle der 42-Jährige wegen seines Drogenkonsums in einer Entziehungsklinik untergebracht werden, forderte die Verteidigung vor dem Landgericht.

Der 42 Jahre alte Angeklagte soll 1999 die damals achtjährige Johanna aus Ranstadt (Wetteraukreis) entführt haben, um sie zu missbrauchen. Die Anklage geht davon aus, dass das Kind erstickte. Der Angeklagte räumt die Entführung ein, stellt den Tod des Kindes aber als Unfall dar. (dpa)

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