Bombendrohungen in Hessen

Rätselraten nach rechten Drohmails

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Nach Bombendrohungen gegen Justizbehörden in Frankfurt und Wiesbaden ermittelt die Wiesbadener Staatsanwaltschaft, ob tatsächlich Neonazis hinter den Schreiben stecken.

Nach den Drohmails an Justizbehörden in Frankfurt und Wiesbaden gibt es noch keine Erkenntnisse über die Verfasser. Unklar ist nach Angaben der Ermittler auch, ob tatsächlich Rechtsradikale hinter den Drohungen stecken, die mit „National Sozialistische Offensive“ unterzeichnet waren.

„Man versucht, an die Urheber heranzukommen“, sagte der Sprecher der Wiesbadener Staatsanwaltschaft, Oliver Kuhn, der FR am Mittwoch. Dazu griffen die Ermittler auch auf die Möglichkeiten der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) zurück, eine Sondereinheit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. Die Ermittlungen würden von der Generalstaatsanwaltschaft koordiniert, teilte deren Sprecher Alexander Badle mit.

Die Emails mit Bombendrohungen waren am Freitag beim Landgericht Wiesbaden und in der Nacht zum Dienstag beim Oberlandesgericht Frankfurt eingetroffen, jeweils in der Verwaltung. Im Gebäude des Oberlandesgerichts hat auch die Generalstaatsanwaltschaft ihren Sitz. Zugleich gingen ähnliche Schreiben an Justizbehörden in ganz Deutschland. Bomben wurden nirgends gefunden.

Am Freitag hatte die Polizei das Justizzentrum Wiesbaden räumen lassen und mit Spürhunden durchsucht. Am Dienstag kam sie in Frankfurt zu dem Schluss, dass keine Gefahr bestehe, und verzichtete auf eine Räumung.

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