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Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenbergen.

Landgericht Frankfurt

Prozess um versuchten Auftragsmord

Das Landgericht Frankfurt beschäftigt sich mit einem versuchten Auftragsmord. Momentan gebe es keine Anhaltspunkte, dass der Angeklagte tatsächlich einen Killer auf seine Ehefrau ansetzte.

Im Prozess um versuchte Anstiftung zu einem Doppelmord haben sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung am Freitag einen Freispruch für den 42 Jahre alten Angeklagten beantragt. Vor dem Landgericht Frankfurt hieß es, es gebe keine Anhaltspunkte, dass der Angeklagte tatsächlich Anfang dieses Jahres einen Killer auf seine Ehefrau angesetzt habe. Von einer weiteren Anstiftung zur Tötung des Ehemanns seiner neuen Lebensgefährtin aber sei er rechtzeitig zurückgetreten, so dass er deshalb nicht verurteilt werden könne. Nur der Nebenklagevertreter hielt an einer Schuld des Angeklagten fest und beantragte zweieinhalb Jahre Haft. Die Schwurgerichtskammer will am 14. Januar das Urteil bekannt geben.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten ursprünglich zur Last gelegt, einen Mann für die Tötung der Ehefrau und des Ehemannes der neuen Partnerin angeheuert zu haben. Von den 4000 Euro, die dieser laut Anklage zum Erwerb einer Schusswaffe ausgezahlt bekommen hatte, kaufte der drogenabhängige Mann jedoch Rauschgift. Darüber hinaus erzählte der Beauftragte der Ehefrau von dem Vorhaben, woraufhin der Angeklagte inhaftiert wurde. Kurz nach Prozessbeginn im Oktober wurde er jedoch vom Gericht wieder auf freien Fuß gesetzt. (dpa)

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