Bombendrohung Justizzentrum Wiesbaden

Polizei ermittelt nach Bombendrohung weiter

Nach der Bombendrohung gegen das Justizzentrum Wiesbaden laufen die Ermittlungen weiter. Die Polizei stimmt sich dabei auch mit den Kollegen in anderen Bundesländern ab.

Nach der Bombendrohung gegen das Justizzentrum in Wiesbaden hat die Polizei noch keine neuen Erkenntnisse darüber, wer hinter der Drohung steckte. Man stehe mit den Kollegen aus den anderen Ländern in Kontakt, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Mehrere Gerichte waren am vergangenen Freitag wegen einer per E-Mail eingegangenen Drohung geräumt worden.

In Wiesbaden sperrte die Polizei das Gebiet rund um das Justizzentrum mehr als sechs Stunden ab, davon waren auch eine wichtige Zufahrtsstraße zur Innenstadt und mehrere Nachbargebäude betroffen. Acht Spürhunde aus ganz Hessen durchsuchten das Gebäude nach Sprengstoff, konnten jedoch nichts finden.

Auch in mehreren anderen Landeshauptstädten waren an Landgerichten Bombendrohungen eingegangen. Betroffen waren unter anderem Gebäude in Saarbrücken, Hamburg, Potsdam, Magdeburg, Erfurt und Kiel. Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hatte die Drohungen als Angriff auf die Justiz verurteilt. „Wer Gerichte bedroht, greift die unabhängige Justiz und unser demokratisches Gemeinwesen an“, sagte Barley. „Diese Straftaten müssen mit allem Nachdruck aufgeklärt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden.“ (dpa)

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