Schöneck

Neue Hinweise zum Tod auf Hof

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Auf ihrem Pferdehof in Schöneck-Büdesheim wird eine Frau getötet. Die Polizei sucht nun nach Männern, die mit der Getöteten offenbar stritten.

Im Fall der 51-Jährigen, die auf ihrem Pferdehof in Schöneck-Büdesheim getötet wurde, haben die Ermittler neue Erkenntnisse zu den Umständen gewonnen: Wie der Hanauer Oberstaatsanwalt Dominik Mies der Frankfurter Rundschau auf Anfrage bestätigte, wurde die Tat am 10. September in der Zeit zwischen 7 und 11 Uhr morgens begangen. Bei der Obduktion wurde eine erhebliche Gewalteinwirkung festgestellt – gegen den Kopf und das Gesicht sowie den Hals, woran H. schließlich starb. Die Frau lebte allein auf dem beliebten Hof.

Darüber hinaus sind Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei auf der Suche nach zwei Männern: Von ihnen soll Bianca H. an jenem Morgen an ihrem Grundstück angesprochen worden sein, als sie ihre Hunde ausführen wollte. Das berichten Zeugen. Demnach sagte einer der Männer gegen 8 Uhr zu H., er habe im Internet erfahren, dass der Hof zum Verkauf stehe. Die Besitzerin habe erwidert, das stimme nicht. Daraufhin sei es zu einem Disput gekommen. Um 10 Uhr kam den Angaben zufolge eine Bekannte auf den Hof, die dort ein Pferd hat, doch Bianca H. öffnete nicht. Gut fünfeinhalb Stunden später entdeckte eine Freundin von H. deren Leiche.

Die Gesuchten könnten nach den Worten von Mies im „zeitlichen und räumlichen Zusammenhang“ zur Tat stehen. Laut Beschreibung ist einer von ihnen 30 bis 35 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß, kräftig und hat kurze schwarze Haare, einen schwarzen Vollbart und einen dunklen Teint. Der gepflegt wirkende, schwarz gekleidete Mann sprach Deutsch mit Akzent. Der zweite Unbekannte wurde in einem schwarzen Kombi gesehen. Er sei vermutlich Deutscher, heißt es. Mehr ist nicht bekannt.

Mies sprach von sehr intensiven Ermittlungen, für die mehrere Beamte zuständig seien. Weitere Angaben machte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Drei Tage nach der Tat waren die Ermittler an die Öffentlichkeit gegangen, auch weil sie sich Hinweise erhoffen. Schon vermeintlich kleine Beobachtungen könnten wichtig sein, so Mies. Am Sonntagabend hatte die HR-Sendung „Kriminalreport“ über den Fall berichtet. Danach sind mehrere Hinweise eingegangen, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft jetzt abgearbeitet werden.

Die Kriminalpolizei in Hanau bittet um Hinweise unter 06181 / 100 123.

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