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Das Land- und Amtsgericht in Frankfurt am Main.

Prozess

Nachbar den Finger abgetrennt

Nachbarschaftsstreit eskaliert: 25-Jähriger muss vier Jahre ins Gefängnis.

Am Anfang stand ein Nachbarschaftsstreit wegen Lärms, am Ende ein abgeschnittener Finger: Deshalb ist ein 25 Jahre alter Mann am Freitag vom Landgericht Frankfurt werden gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der Tat im April war ein lautstarker Ehestreit zwischen dem Angeklagten und seiner Frau auf dem Bürgersteig vor der Wohnung des späteren Opfers vorangegangen. Der Nachbar beschwerte sich zunächst von seinem Fenster aus über den Lärm und kam dann ebenfalls nach draußen. Dort zückte der 25-Jährige laut Urteil schließlich ein Küchenmesser und stach auf den Nachbarn ein.

Nach Auffassung des Gerichts hatte der 25-Jährige nicht vor, den Nachbarn zu töten und könne daher nicht entsprechend der ursprünglichen Anklage wegen versuchten Totschlags verurteilt werden. Eine Notwehrsituation, die der Angeklagte zu seiner Verteidigung angeführt hatte, konnte das Gericht aber ebenso wenig erkennen. (dpa) 

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