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Der Main-Taunus-Kreis hat das Gelände der ehemaligen Tierversuchsanstatl Kastengrund gekauft und dort Flüchtlinge untergebracht. (Archivbild)

Kriminalität in Hessen

Nach tödlicher Messerstecherei in die Psychiatrie

Ein Mann ersticht in einer Flüchtlingsunterkunft bei einem Streit ums Geschirrspülen einen anderen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt beantragt seine Unterbringung in der Psychiatrie.

Nach einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Asylbewerbern in einer Unterkunft in Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt beantragt, einen 27 Jahre alten Syrer in der Psychiatrie unterzubringen. Der psychisch offenbar auffällige Mann soll Anfang Januar dieses Jahres nach einem Streit einen 39 Jahre alten Afghanen in der Küche der
Unterkunft mit insgesamt 19 Stichen getötet haben, berichtete Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag. Drei der Stiche trafen das Herz. Das Küchenmesser hatte eine Länge von 20 Zentimetern.

Hintergrund der Auseinandersetzung soll ein Streit ums Spülen gewesen sein. Außerdem soll sich der Beschuldigte von dem wesentlich älteren Opfer gegängelt und bevormundet gefühlt haben. Eine Untersuchung des Mannes ergab Anzeichen einer schizophrenen Erkrankung. Gleichwohl befindet er sich noch in Untersuchungshaft. Laut Niesen stellte er die Tat selbst als eine Art Notwehr dar. Der Getötete habe ihn mit einer Glaskanne bedroht. Verhandlungstermine vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts stehen noch nicht fest. (dpa)

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