Prozess in Frankfurt

Mutmaßlicher Terrorist in Frankfurt vor Gericht

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Das Frankfurter Oberlandesgericht eröffnet ein Hauptverfahren gegen einen 26-Jährigen, weil er sich einer ausländischen terroristischen Vereinigung angeschlossen haben soll.

Das Oberlandesgericht hat das Hauptverfahren gegen den 26 Jahre alten deutschen Staatsbürger Mohamad A. wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung eröffnet.

Ihm wird vorgeworfen, Anfang 2013 über die Türkei nach Syrien, genauer in die Provinz Idlib, gereist zu sein, und sich dort der islamistischen Terrormiliz Harakat Ahrar al-Sham al-Islamiya („Islamische Bewegung der Freien Männer Großsyriens“, kurz „Ahrar al-Sham“) angeschlossen und sich dem Willen ihrer Führung untergeordnet“ zu haben. Er soll an der Verbesserung des Internetauftritts der Vereinigung gearbeitet und Zugriff auf verschiedene Waffen gehabt haben – darunter auch eine Kalschnikow.

Lange scheint die Begeisterung allerdings nicht gehalten zu haben: Noch im Oktober desselben Jahres reiste A. wieder nach Deutschland zurück. Er befindet sich momentan wegen einer anderen Sache in Strafhaft. Der Angeklagte stammt aus Syrien und war 2011 nach Deutschland gekommen.

Der Prozess vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts beginnt am Donnerstag, 6. Dezember.

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