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Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.

Frankfurt/Main

Illegaler Handel mit Potenzmitteln

Nach jahrelangem schwunghaften Handel mit potenzsteigernden Mitteln verurteilt das Amtsgericht Frankfurt einen Mann zu einem Jahr Bewährungsstrafe.

Nach jahrelangem schwunghaften Handel mit potenzsteigernden Mitteln ist ein 52 Jahre alter Mann am Dienstag vom Amtsgericht Frankfurt wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelrecht zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt worden. Zudem muss er die rund 125000 Euro Einnahmen aus seinen verbotenen Geschäften im Rahmen einer Einziehung an die Staatskasse zahlen. Die 76 Jahre alte Mutter des Mannes, die für die verbotenen Geschäfte ihr Bankkonto zur Verfügung gestellt hatte, kam mit einer Verfahrenseinstellung und 1500 Euro Geldauflage davon.

Der 52-Jährige hatte seit 2010 insgesamt 64000 Tabletten und Pasten von niederländischen Großhändlern bezogen und diese vor allem an Sex-Shops im Rhein-Main-Gebiet weiterverkauft. Über die Ermittlungen und das Strafverfahren gegen die Hinterleute wurde die Zollfahndung auf das Konto der Mutter aufmerksam, von dem zahlreiche Überweisungen abgegangen waren.

Vor Gericht legte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab. Er sei zuvor mit dem Handel mit Uhren auf Steuerschulden von rund 100000 Euro gekommen und habe zu deren Abzahlung dringend Geld benötigt. Im Urteil wurde das Geständnis strafmildernd gewertet. (dpa/lhe) 

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