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Nach diesem Tatverdächtigen fahndet die Polizei.

Angriff in Frankfurter Moschee

Gläubige in Zakaria-Moschee mit Messer verletzt

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Ein Mann soll in der Frankfurter Zakaria-Moschee auf zwei Mitglieder des Moscheevereins eingestochen haben. Die Polizei fahndet nach dem Unbekannten.

Die Frankfurter Polizei sucht im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahndung nach einem Unbekannten, der Mitte September vergangenen Jahres in der Zakaria-Moschee in der Albusstraße zwei Männer mit einem Messer verletzt haben soll. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Mann das Gotteshaus in der Nähe der Konstablerwache am 13. September 2017 gegen 12.55 Uhr betreten, war sofort in den ersten Stock gegangen und hatte auf zwei Mitglieder des Moscheevereins eingestochen. Anschließend war er geflüchtet.

Ein Polizeisprecher sagte der Frankfurter Rundschau auf Nachfrage, man habe den Vorfall damals nicht öffentlich gemacht, weil man einigen Hinweisen nachgehen und die Ermittlungen nicht gefährden wollte. „Bedauerlicherweise haben diese Hinweise nicht zur Identifizierung des Täters geführt“, sagte der Sprecher. Daher wende man sich jetzt an die Öffentlichkeit und hoffe, dass jemand den Verdächtigen erkenne.

Die Polizei ermittelt in dem Fall wegen versuchten Totschlags. Was das Motiv angehe, ermittele man in alle Richtungen, sagte der Sprecher. Auch ein politisches oder religiöses Tatmotiv schließe man nicht aus. Die beiden Opfer seien bei der Tat nicht lebensgefährlich verletzt und lediglich ambulant behandelt worden. 

Angst in der Gemeinde

Mimoun Abibi vom Vorstand der Zakaria-Moschee sagte der FR, in der Gemeinde herrsche seit dem Vorfall große Unruhe. Der Täter habe das Büro der Moschee betreten, unmittelbar einen seiner Kollegen angegriffen und ihn im Gesicht verletzt. „Der hat keinen Mucks gemacht und sofort das Messer gezückt“, sagte Abibi. Er selbst sei seinem Kollegen zu Hilfe geeilt und habe das Messer ebenfalls ins Gesicht gekriegt.

Er habe den Täter leider nicht erkennen können, sagte Abibi. Er habe nur gesehen, dass der Mann kräftig gewesen sei, schwarze Haare und einen Bart gehabt habe. Obwohl seine Wunde recht gut verheilt sei, leider er bis heute unter dem Vorfall, sagte Abibi. „Die Angst ist immer noch da.“

Anmerkung der Redaktion: Der Messerangriff auf die Mitglieder des Moscheevereins ereignete sich im September 2017 und nicht in diesem Jahr, wie von uns berichtet. In der ersten  Presseerklärung der Polizei war ein falsches Datum angegeben worden.

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