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Polizei im Einsatz (Symbolfoto).

Kriminalität in Frankfurt

Falsche Polizisten machen halbe Million Beute

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Trickbetrüger legen in Frankfurt Senioren herein. Sie rufen ihre Opfer unter der Notrufnummer 110 an und warnen sie vor einem vermeintlichen Diebstahl. Einen der Senioren bringen sie so um 300 000 Euro.

In Frankfurt haben seit vergangenem Donnerstag Trickbetrüger mit der derzeit grassierenden Masche als falsche Polizeibeamte sechs Senioren um insgesamt mehr als eine halbe Million Euro erleichtert. In allen Fällen hatten die Gauner bei ihren Opfern, auf deren Display der Polizeinotruf 110 angezeigt wurde, angerufen und gewarnt, ihnen stehe ein unmittelbarer Diebstahl bevor – sie sollten ihre Wertgegenstände einsammeln, am besten ihr Vermögen von der Bank abholen und beides einem Kollegen mitgeben, der es in Kürze abholen werde. Eines der aktuellen Opfer verlor ein Vermögen von 300 000 Euro.

Die Polizei weist noch einmal eindrücklich darauf hin, dass sie niemals mit der Notrufnummer 110 anruft. Sie wird auch in keinem Fall nach Vermögenswerten fragen, erst recht nicht am Telefon. Der polizeiliche Rat bei solchen Anrufen: sofort auflegen, dann 110 wählen.

Die Täter wirken hochseriös und sind in der Regel bestens informiert. In einigen Fällen wurde im Nachhinein bekannt, dass sie Häuser tagelang observieren und ihren zukünftigen Opfern bei Bankgeschäften folgen. Daher kennen sie manchmal sogar den Namen des echten Sachbearbeiters bei der Bank – und gaukeln vor, dieser stecke mit den angeblichen Dieben unter einer Decke, weshalb das Geld auf der Bank nicht länger sicher sei und sie es dringend abheben sollten.

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