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Ein Cousin des getöteten Vaters ließ mit Erfolg die Erbunwürdigkeit des Doppelmörders feststellen.

Landgericht Frankfurt

Doppelmörder muss auf Erbe verzichten

Nachdem er zwei Verwandten tötete, wollte der verurteilte Mörder das Erbe einkassieren. Nach einem Gerichtsurteil muss er von seinem Vorhaben abrücken.

Ein rechtskräftig wegen des Mordes an Vater und Bruder verurteilter Straftäter hat seine sogenannte Erbunwürdigkeit akzeptiert. Wie das Landgericht Frankfurt am Donnerstag mitteilte, nahm der Mann seine Berufung gegen ein entsprechendes Urteil des Gerichts zurück. Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte zuvor bereits den Antrag auf Prozesskostenhilfe zurückgewiesen. Die Entscheidung des Landgerichts ist damit rechtskräftig.

Der Doppelmörder hatte seine beiden Verwandten im Herbst 2010 erschossen und deren Leichen auf einem Acker in Südfrankreich abgelegt. Im Mai 2014 wurde er deshalb zu lebenslanger Haft verurteilt - dieses Urteil bestätigte der Bundesgerichtshof im September 2014. Gleichwohl beantragte er einen Erbschein, um an ein Zweifamilienhaus und ein größeres Sparguthaben zu kommen. Ein Cousin des getöteten Vaters ließ dann vor Gericht mit Erfolg die Erbunwürdigkeit des Doppelmörders feststellen. (dpa/lhe) 

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