Landgericht Frankfurt

Brandstiftung: Täter in Psychiatrie eingewiesen

Ein Mann will sich das Leben nehmen und zündet ein Vierfamilien-Wohnhaus in Frankfurt an. Das Landgericht weist ihn in die Psychiatrie ein.

Weil er in Suizidabsicht ein Vierfamilien-Wohnhaus in Frankfurt in Brand gesteckt hatte, ist ein 39 Jahre alter Mann am Mittwoch vom Landgericht Frankfurt in die Psychiatrie eingewiesen worden. Eine parallel hierzu ausgesprochen Haftstrafe von 16 Monaten wird auf die Dauer des Klinik-Aufenthaltes angerechnet.

Bei dem Brand im vergangenen August waren vier Bewohner im letzten Augenblick gewarnt worden und konnten das Haus im Stadtteil Niederrad verlassen. Der Angeklagte hatte, nachdem er an vier Stellen Brandbeschleuniger angezündet hatte, seine Suizidabsicht aufgegeben und das Haus verlassen. Es entstand damit lediglich ein Sachschaden von 45 000 Euro.

Vor Gericht gab er Depressionen wegen starker Migräne-Beschwerden als Motiv für den Selbstmordversuch an. Der ursprüngliche Anklagevorwurf des versuchten Totschlags fiel daraufhin weg.

In Anbetracht der psychischen Beschwerden könne nicht von einem Vorsatz hinsichtlich der anderen Hausbewohner ausgegangen werden, hatte bereits der psychiatrische Sachverständige festgestellt. (dpa)

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