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Der Angeklagte, der zwei Panzer gekauft hat, (l.) mit seinem Verteidiger im Amtsgericht Bensheim.

Harald Glööckler

Bewährungsstrafe für Panzer-Importeur

Für eine Ausstellung von Harald Glööckler importierte ein Mann zwei Kriegspanzer. Das Amtsgericht Bensheim verurteilt ihn wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu acht Monaten Haft auf Bewährung

Der Designer und Modeschöpfer Harald Glööckler machte einst aus zwei Panzern Kunstobjekte: Den Importeur der Fahrzeuge hat das Amtsgericht Bensheim nun wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt. 

Der 49-Jährige wurde am Montag für schuldig befunden, 2013 zwei Bergepanzer in Großbritannien gekauft und nach Deutschland gebracht zu haben. Als klar geworden sei, dass die Militärfahrzeuge nicht „richtig demilitarisiert“ gewesen waren, habe er dies „bereitwillig hingenommen“, sagte Richter Gerhard Schäfer.

Der im pfälzischen Kirchheim an der Weinstraße lebende Glööckler hat nach Überzeugung der Justiz mit dem Fall nichts zu tun. Der Künstler habe sich nicht im Besitz der Panzer befunden und auch gegen keine Bestimmungen verstoßen, sondern die Fahrzeuge nur umgestaltet.

Die Anklage hatte ein Jahr und neun Monate gefordert, einschließlich einer Zahlung von 2000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung. Der Verteidiger hatte Freispruch gefordert. Bergepanzer seien keine Kriegswaffen, sie seien nicht so gepanzert wie Kampfpanzer. Anklage und Verteidigung wollen noch prüfen, ob sie das Urteil akzeptieren. (dpa/lhe) 

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