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Wo geht es lang? Viele nutzen vor der Abfahrt einen Routenplaner.

Kriminalität

Betrug mit Routenplanern

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Hochstapler locken im Netz derzeit mit gefälschten Routenplaner-Seiten. Vorsicht ist angebracht.

Viele Menschen nutzen sie beim Planen von Ausflügen am Wochenende, dem Besuch von Verwandten oder auch beim Abrechnen von Dienstfahrten: Routenplaner im Internet. Doch aktuell ist Vorsicht geboten: Denn wie die Verbraucherzentrale Hessen mitteilt, sind neben seriösen Adressen derzeit Seiten im Umlauf, deren einziges Ziel es ist, die Nutzer abzuzocken.

Vor allem über Suchmaschinen stoßen Nutzer auf diese Seiten. Wer sie besucht, wird nach wenigen Klicks dazu aufgefordert, sich per E-Mail-Adresse zu registrieren. Und dann geht es schnell: Ohne Vorwarnung erhalten die Nutzer eine Mahnung per Mail. Darin werden sie zur Zahlung von 500 Euro für ein vorgebliches Abonnement aufgefordert: „Leider haben sie die offene Rechnung [...] noch immer nicht beglichen. Wir haben nun einen Vollstreckungstitel bei Gericht gegen Sie erwirkt“, heißt es einschüchternd. Mit Pfändung wird gedroht.

„Man sollte keinesfalls den geforderten Betrag zahlen“, sagt Julia Zirfas von der Verbraucherzentrale in Frankfurt. Mit der Angabe der E-Mail-Adresse komme kein wirksamer Vertrag zustande. Drei Betroffene hätten sich alleine diese Woche in Hessen gemeldet. Deutschlandweit seien seit der Ferienzeit 50 Fälle bekannt.

„Diese Seiten tauchen immer wieder unter einem anderen Namen auf“, sagt Zirfas. Dabei verwendeten diese branchenübliche Begriffe im Namen: Derzeit wird vor folgenden Adressen gewarnt: maps-routenplaner-pro.com und maps-24-routenplaner.com.

Die Polizei ermittelt bisher erfolglos, da die Internetseiten über Verschleierungsfirmen gemeldet und so nicht zurückzuverfolgen sind.

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