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Das Landgericht Limburg.

Landgericht Limburg

Banker veruntreut Kundengelder

Ein ehemaliges Vorstandsmitglied einer Bank im Kreis Limburg-Weilburg wird wegen Veruntreuung von Kundengeldern zu einer Haftstrafe verurteilt. Er steckte das Geld in eigene Immobilienprojekte.

Ein ehemaliges Vorstandsmitglied einer Bank im Kreis Limburg-Weilburg ist wegen der Veruntreuung von Kundengeldern zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Es habe sich um mehrere Millionen Euro gehandelt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Limburg am Mittwoch nach dem Urteil. Die Staatsanwaltschaft hatte viereinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung eine Freiheitsstrafe unterhalb von drei Jahren.

Angeklagt war der Mann wegen 176 Fällen der Untreue, die er zwischen 2009 und 2014 begangen haben soll. Zunächst hatte eine einbehaltene Summe von acht Millionen Euro im Raum gestanden. Doch 60 Fälle wurden im Lauf des Prozesses eingestellt. Andere Taten galten als bereits verjährt.

Der 63 Jahre alte Angeklagte hatte die Taten zu Beginn des Prozesses im Oktober gestanden und gesagt, dass er diese bereue. Zehn Jahre lang habe er immer wieder das Geld von Kunden, das er anlegen sollte, in eigene Immobilienprojekte investiert. So wollte der nahe Siegen lebende Mann nach eigenen Angaben seine Schulden bezahlen.

Verurteilt wurde er zudem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz. Bei einer Hausdurchsuchung waren bei ihm unter anderem Maschinengewehre gefunden worden. (dpa)
 

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