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Die Anleger zahlten insgesamt mehr als 3,4 Millionen auf die Konten des Betrügers ein.

Frankfurt

Anlegern 55 Prozent Monatsrendite versprochen

Wegen Anlagebetrügereien im großen Stil verurteilt das Landgericht einen Geschäftsmann zu drei Jahren und drei Monaten Haft.

Wegen Kapitalanlagebetrügereien im großen Stil ist ein 33 Jahre alter Geschäftsmann vom Landgericht Frankfurt zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Ein gleichalteriger Komplize, der bei der Kundenwerbung mitgewirkt haben soll, erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, teilte das Gericht am Montag mit.

Innerhalb von nur wenigen Monaten gelang es dem Hauptangeklagten, den Geldanlegern mit Renditeversprechungen von monatlich bis zu 55 Prozent die angebliche Beteiligung an Aktien- und Wertpapiergeschäften im Internet schmackhaft zu machen. Die Anleger zahlten insgesamt mehr als 3,4 Millionen auf die Konten des Betrügers ein. Durch den schnellen Zugriff der Staatsanwaltschaft konnten jedoch weit mehr als zwei Millionen Euro sichergestellt werden.

Das umfassende Geständnis der beiden Angeklagten wirkte sich strafmildernd aus. Der Geschäftsmann hatte freimütig eingeräumt, niemals auch nur daran gedacht zu haben, das eingezahlte Geld tatsächlich gewinnbringend anzulegen. Eine der Geschädigten zahlte rund 100 000 Euro ein - und litt danach ein halbes Jahr an Depressionen. (dpa/lhe) 

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