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Polizei im Einsatz (Symbolfoto).

Kriminalität in Hessen

Anklage gegen Betreiberin von Bordellen

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Eine 39 Jahre alte Chinesin soll in Hessen und in Baden-Württemberg zahlreiche Prostituierte beschäftigt haben, ohne Steuern und Sozialabgaben zu bezahlen.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen die Betreiberin von sechs Bordellen erhoben. Die 39 Jahre alte Chinesin soll zahlreiche Prostituierte beschäftigt haben, ohne Steuern und Sozialabgaben zu bezahlen.

Die Angeschuldigte betrieb nach Erkenntnissen der Generalstaatsanwaltschaft sieben Bordelle: drei in Frankfurt, zwei in Offenbach, eines in Heusenstamm und eines in Hockenheim in Baden-Württemberg. Dort arbeiteten mindestens 40 Frauen, die meisten von ihnen Chinesinnen. Die 39-Jährige vermittelte ihnen Kunden, führte die Preisverhandlungen und organisierte in einigen Fällen auch die Einreise der Frauen. Dafür behielt sie etwa 40 Prozent der Einnahmen der Prostituierten.

Beiträge zur Sozialversicherung zahlte die Angeschuldigte nicht, lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Zwischen Februar 2011 und Mai 2015 sei der Sozialversicherung dadurch ein Schaden von mehr als 600 000 Euro entstanden.

Zudem soll sie in elf Fällen Frauen beschäftigt haben, von denen sie wusste, dass sie sich illegal in Deutschland aufhielten oder hier nicht arbeiten durften. Außerdem wird ihr Steuerhinterziehung zur Last gelegt. Die Generalstaatsanwaltschaft geht von einem Steuerschaden von mehr als 300 000 Euro aus.

Auch gegen eine 35 Jahre alte Chinesin hat die Generalstaatsanwaltschaft Anklage erhoben. Sie soll die 39-Jährige mehrere Monate lang vertreten haben. Die Staatsanwaltschaft geht deshalb von Mittäterschaft aus. 

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