Zakaria-Moschee in Frankfurt

Angriff in Zakaria-Moschee bereits 2017

Datumsfehler in der Pressemitteilung der Polizei: Der versuchte Totschlag in der Zakaria-Moschee in Frankfurt ereignete sich bereits vor 14 Monaten. Erst jetzt wird die Öffentlichkeit informiert.

Der Messerangriff in der Frankfurter Zakaria-Moschee hat ein Jahr früher stattgefunden als bisher berichtet. Wie eine Sprecherin der Polizei der FR am Freitag bestätigte, fand die Attacke, bei der ein unbekannter Mann zwei Mitglieder des Moscheevereins mit einem Messer verletzt hatte, bereits am 13. September vergangenen Jahres statt. Die FR und andere Frankfurter Medien hatten am Donnerstag fälschlicherweise berichtet, der Angriff habe sich am 13. September dieses Jahres ereignet. Hintergrund des Fehlers ist, dass in der ersten Pressemitteilung der Polizei ein falsches Datum des Tattages gestanden hatte.

Am 13. September 2017 hatte ein bisher unbekannter Täter nach Angaben der Ermittler die Moschee in der Albusstraße unweit der Konstablerwache betreten, war zielstrebig in den ersten Stock gegangen und hatte zwei Mitglieder des Trägervereins des Gotteshauses mit einem Messer angegriffen. Anschließend war der Mann geflohen. Die Verletzungen der beiden Opfer mussten ambulant behandelt werden. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags und sucht seit dieser Woche auch im Rahmen einer Öffentlichkeitsfahnung mit mehreren Fotos eines Verdächtigen nach dem Täter. Sein Motiv ist bisher unklar

Späte Information

Die Sprecherin der Polizei sagte der FR auf Nachfrage, es sei ungewöhnlich, dass die Öffentlichkeit erst 14 Monate nach einer Straftat informiert werde. Für das Vorgehen der Ermittler habe es in diesem Fall allerdings „kriminaltaktische Gründe“ gegeben. Die zu Beginn der Ermittlungen vorliegenden Hinweise hätten es „am Anfang nicht erlaubt, dass wir damit an die Öffentlichkeit gehen“. Da es allerdings bisher nicht gelungen sei, den Täter zu ermitteln, bitte man jetzt als letzten Schritt die Öffentlichkeit um Hilfe. Die Polizei hofft auf Bürger, die den Verdächtigen auf den Fotos erkennen.

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