Amtsgerichte

Bislang weniger Zwangsversteigerungen

Der Eigentümerverband Haus und Grund in Hessen sieht als Hauptgrund für die sinkende Zahl von Zwangsversteigerungen die bis Ende Juni eingeräumte Möglichkeit zur Stundung von Immobilienkrediten. 

In der Corona-Krise ist die Zahl der Zwangsversteigerungen in Hessen im ersten Halbjahr gesunken. Die hessischen Amtsgerichte registrierten von Januar bis Juni 939 Verfahren zu Zwangsversteigerungen, wie das Justizministerium in Wiesbaden auf Anfrage mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch 1002 Verfahren. Immobilien werden zwangsversteigert, wenn etwa ein Besitzer den Kredit dafür nicht mehr abzahlen kann oder andere Schulden hat.

Der Eigentümerverband Haus und Grund in Hessen sieht als Hauptgrund für die sinkende Zahl von Zwangsversteigerungen die bis Ende Juni eingeräumte Möglichkeit zur Stundung von Immobilienkrediten. „Sie hat finanzielle Engpässe von Darlehensnehmern abgefedert“, sagte der Vorsitzende Christian Streim. Der Konjunktureinbruch könne sich daher erst später bemerkbar machen und doch noch zu einem Anstieg führen. (dpa)

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