Kirche

Bischof sieht Gutes in der Krise

Hohe Kirchenvertreter haben in der Corona-Krise den Gläubigen in Hessen und Rheinland-Pfalz zu Ostern Mut zugesprochen und Hoffnung gemacht.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, sagte zu Ostern, die Krise könnte zum „Glücksfall der Geschichte“ werden. „Hoffentlich lehrt uns diese Krise, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind“, sagte der Bischof am Sonntag in einer Ostermesse im Limburger Dom nach einem vorab von der DBK verbreiteten Predigttext. 

Wegen der Corona-Krise und Ansteckungsgefahren blieben die Kirchen am Osterwochenende leer. Die Krise, so schlimm sie auch sei, habe viel Gutes hervorgebracht. „So viel Freundlichkeit und Humor habe ich selten erlebt“, sagte der Limburger Bischof. „Wir haben es in der Hand, ob wir diese geschenkte Nähe festigen und zusammenrücken oder wieder auseinanderdriften.“

Nach den Worten des Fuldaer Bischofs Michael Gerber hat die Menschen die Corona-Krise „wie ein Blitz aus heiterem Himmel“ getroffen. Die Feier der Osternacht in der Michaelskirche wurde live im Internet übertragen.

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sagte laut vorab verbreitetem Redemanuskript in der Osternacht im Mainzer Dom: „Furcht ist das derzeit bestimmende Lebensgefühl vieler Menschen.“ Er setzte aber auch auf nachhaltige, positive Folgen der Krise. Die Menschen würden hoffentlich über die Krise hinaus wachsamer füreinander sein, so Kohlgraf.

Der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, hat die Behördenanordnungen zur Eindämmung der Pandemie verteidigt. Dazu zählt, dass öffentliche Gottesdienste verboten wurden. (dpa)

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