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Der Königsflügel des Bad Homburger Schlosses.
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Der Königsflügel des Bad Homburger Schlosses.

Weltkulturerbe

Bewerbung um Welterbe gescheitert

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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  • Andrea Herzig
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Enttäuschung in Wiesbaden und Bad Homburg: In der Bewerbung um das Weltkulturerbe sind die beiden Kurstädte ausgeschieden, weil es dort nur noch sehr bedingt einen bestehenden Kurbetrieb gäbe, so die Entscheider.

Wiesbaden und Bad Homburg sind bei der Bewerbung um das Weltkulturerbe ausgeschieden. Das teilten die Stadtverwaltungen am Donnerstag mit. Man bedauere diese Entscheidung außerordentlich und halte sie für endgültig, heißt es. Doch übten die Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) und Alexander Hetjes (CDU) auch Kritik: Es handle sich eher um eine politische als eine wissenschaftliche Entscheidung.

Seit 2010 gibt es eine gemeinsame Initiative von mehreren europäischen Kurstädten, die als „Great Spas of Europe“ um die Auszeichnung wirbt. Während Wiesbaden eines der Gründungsmitglieder ist, schloss sich Bad Homburg erst 2013 der Initiative an, der zuletzt 16 Städte angehörten. Die Federführung lag bei Tschechien, das die serielle Bewerbung nach Ausarbeitung bei der Unesco einreichen soll.

Dass 16 Städte nur schwer unter einen Hut zu bringen sind, schien schon länger klar. Fachkreise hatten immer wieder gefordert, die Anzahl auf elf Städte zu reduzieren. Am Donnerstag wurde nun bekanntgegeben, dass neben Wiesbaden und Bad Homburg auch Bad Pyrmont, Bad Ischl (Österreich) und Luhacovice (Tschechien) ausgeschieden sind. In der Bewerbung bleiben Baden-Baden, Bad Kissingen, Bad Ems, Vichy (Frankreich), Baden (Österreich), Franzensbad, Karlsbad und Marienbad (alle in Tschechien) sowie Bath (England).

Als Grund für das Ausscheiden der beiden hessischen Städte wird genannt, dass dort nur noch sehr bedingt von einem bestehenden Kurbetrieb gesprochen werden könne. Ein Grund, den man weder in Wiesbaden noch in Bad Homburg gelten lässt. Keine der anderen Städte habe einen mit dem 19. Jahrhundert vergleichbaren Kurbetrieb. Das Argument sei nicht einsichtig, kritisieren die Kurstädte, weil dieses Kriterium erstmals 2015 ein hohes Gewicht bekommen habe.

Der Schwerpunkt der Bewertung habe sich verschoben: vom europäischen Gesellschaftsbad, für das Wiesbaden und Bad Homburg im 19. Jahrhundert mit Sicherheit stehen, hin zum Heilbad. Der Gesundheitsaspekt des Kurlebens hat insbesondere in Bad Homburg nur eine Nebenrollen Rolle gespielt.

Nach Meinung der Verantwortlichen der beiden Städte weisen die Entscheidungsgrundlagen „erhebliche Mängel“ auf – so habe an einer vergleichenden Analyse der Kurstädte lediglich einer von vier Autoren kontinuierlich gearbeitet. Außerdem seien in der Beschreibung aufgelistete Pluspunkte für die Städte in der Bewertung dann nicht mehr aufgetaucht.

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