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TU Darmstadt will „Europäische Universität“ werden

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Die TU Darmstadt will mit sechs weiteren Hochschulen aus Finnland, Schweden, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien „Europäische Universität“ werden.

Die Technische Universität (TU) Darmstadt bewirbt sich gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Hochschulen bei der Kommission der Europäischen Union um die Auszeichnung als „Europäische Universität“. Die Allianz der sieben Universitäten nennt sich University Network for Innovation, Technology and Engineering (UNITE!). Der Verbund wird von der TU Darmstadt koordiniert. Mit dem Bündnis wollen die sieben Partneruniversitäten einen „transeuropäischen Campus“ für Studierende und Wissenschaftler unter Einbeziehung von Regionen und Unternehmen schaffen, heißt es in einer Mitteilung. Transeuropäische Studienverläufe, wissenschaftliche Zusammenarbeit in Lehre und Forschung sowie der länderübergreifende Wissenstransfer sollen auf diese Weise bis 2025 selbstverständlich werden.

Nach den Worten von TU-Präsident Hans Jürgen Prömel hat sich die TU gemeinsam mit den sechs Universitäten beworben, mit denen sie seit fast 30 Jahren ohnehin schon in einem gemeinsamen Netzwerk eng und vertrauensvoll zusammenarbeite. So sind die sieben Universitäten alle schon seit 1990 Mitglied im Cluster-Netzwerk von zwölf führenden europäischen technischen Universitäten. Mit der neuen Allianz soll Prömel zufolge „ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von Innovation und Ausgründung gelegt werden“. Zudem will man auch die jeweiligen Regionen miteinander vernetzen.

UNITE! Zum University Networkfor Innovation, Technology and Engineering gehören neben der TU Damstadt die Aalto Universität (Finnland), die Königlich-Technische Hochschule (Schweden), das Nationale Polytechnische Institut Grenoble (Frankreich), das Polytechnikum Turin (Italien), die Polytechnische Universität Katalonien (Spanien) und die Universität Lissabon (Portugal).

An den sieben Standortengibt es 167 000 Studierende und jährlich 36 700 Absolventen. In mehr als 80 EU-Projekten arbeiten die Universitten bereits eng zusammen und haben in den letzten fünf Jahren mehr als 2000 Studierende ausgetauscht. jjo

Vorgesehen ist, die Studierenden durch eine interdisziplinäre und interkulturelle Ausbildung auf die künftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereiten und zur Lösung globaler Herausforderungen zu befähigen.

Die Entscheidung über das Projekt fällt im Sommer dieses Jahres. Wenn das Uni-Netzwerk den Zuschlag bekäme, würde die Allianz für die ersten drei Jahre von der EU mit bis zu fünf Millionen Euro gefördert.

Das Thema „Europäische Universität“ geht auf eine Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Jahr 2017 zurück. Die EU strebt bis 2025 an, insgesamt 20 Europäische Universitäten als enge Netzwerke bestehender Universitäten zu etablieren. Für die Pilotausschreibung in dieser „europäischen Exzellenzstrategie“ ist nach Angaben der TU Darmstadt für bis zu zwölf Netzwerke zunächst eine Förderung von insgesamt 60 Millionen Euro im Zeitraum 2020 bis 2022 vorgesehen.

An der TU Darmstadt sind derzeit mehr als 300 Professoren, rund 4500 wissenschaftliche und administrativ-technische Mitarbeiter tätig. An der TU studieren knapp 26 000 junge Menschen. Mit der Goethe-Universität Frankfurt und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz bildet die TU Darmstadt zudem die strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten.

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