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Das Wappen der Polizei Hessen auf einer Uniform.

Polizei Hessen

Bewerberandrang um Stellen bei hessischer Polizei

Rund 9000 Bewerbungen sind in diesem Jahr bei der Polizei in Hessen eingegangen - deutlich mehr als 2017. Für die Planungen des Landes sind das gute Aussichten.

Der Bewerberandrang bei der hessischen Polizei hält an. In diesem Jahr gingen nach Angaben des Innenministeriums rund 9000 Bewerbungen ein, über 1300 mehr als 2017. Eingestellt wurden 927 Polizeianwärter. Das waren zwar weniger als im vergangenen Jahr mit rund 1160 Einstellungen - 2017 gab es laut Ministerium aber auch den bislang größten Anwärterjahrgang.

Bereits in den Vorjahren hatte es ein Bewerberplus gegeben. Nachwuchssorgen kennt die hessische Polizei derzeit also nicht. Das Land führt die Entwicklung auch auf verschiedene Neuerungen zurück, die die Attraktivität des Polizeiberufes erhöht hätten. Dazu zählte das Innenministerium die Möglichkeit von Zulagen oder die Einführung des Hessentickets für Busse und Bahnen.

Zudem setzt Hessen auf eine Vielzahl von Nachwuchsaktionen, auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram. Die junge Zielgruppe soll außerdem mit praxisnahen Aktionen angesprochen werden: So konnten vor kurzem Schüler im Polizeipräsidium in Gießen einen fiktiven Kriminalfall lösen, um herausfinden, ob der Beruf etwas für sie ist.

Hessen ist auf genügend geeignete Kandidaten angewiesen, denn bis 2022 sollen rund 1500 Polizeibeamte zusätzlich im Dienst sein. Seit 2015 sei die Zahl der zusätzlichen Anwärterstellen aufgestockt worden, teilte das Ministerium weiter mit. Das sei auch für dieses und das kommende Jahr vorgesehen. „Damit wird die hessische Polizei nach der jeweils dreijährigen Ausbildung im Jahr 2022 über rund 15 290 Polizeivollzugsstellen verfügen, so viele wie nie zuvor.“

Der Vize-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Hessen (GdP), Jens Mohrherr, geht entsprechend davon aus, dass es zwei bis vier Jahre dauern werde, „bis eine personelle Entspannung eintritt“. Engpässe seien noch deutlich zu spüren, auch weil das Aufgabenspektrum für die Beamten größer werde. (dpa)

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