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Eintracht-Fans protestierten am Sonntag gegen Innenminister Peter Beuth (CDU).
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Eintracht-Fans protestierten am Sonntag gegen Innenminister Peter Beuth (CDU).

Eintracht Frankfurt

Beuth bekräftigt Forderung nach Pyro-Verbot

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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SGE-Fans werfen dem hessischen Innenminister Populismus vor: Beuth rede "dem Stammtischpublikum nach dem Mund" und mache Wahlkampf in eigener Sache. Doch der CDU-Mann bleibt hart.

Sie werden keine Freunde mehr, Innenminister Peter Beuth (CDU) und die Eintracht-Fans, die bei Heimspielen in der Nordwestkurve des Waldstadions stehen. Bereits beim Spiel gegen Schalke 04 am Sonntag reagierten die Anhänger auf Beuths Forderung, Haftstrafen für das Abbrennen von Pyrotechnik zu verhängen. „Eintracht-Fans fordern: Populisten wegsperren – Knast für Beuth“, stand auf einem Transparent, das in der Kurve hing.

Der hessische Innenminister ließ sich davon nicht beirren. Am späten Montagabend legte er in der Sendung „Heimspiel“ des Hessen Fernsehens nach. Es gehe eben nicht um Populismus, „sondern um eine echte Gefährdung“. Nicht nur die Menschen, die etwa bengalische Feuer zündeten, gingen ein Risiko ein. Auch den Fans in der Umgebung drohe Gefahr. „Deswegen bin ich der Auffassung, dass hart bestraft werden muss, wer so etwas macht“, so Beuth. 

„Stammtischpublikum nach dem Mund“ geredet 

Der Vorsitzende der Koordinationsstelle Fanprojekte, Michael Gabriel, sprach in der Sendung hingegen von einem verantwortungsvollen Umgang der Fans mit Pyrotechnik. Er verwies darauf, dass bengalische Feuer in den Stadien in anderen Ländern erlaubt seien – zumeist unter strengen Auflagen. Doch für Beuth ist das kein Modell. Eine Legalisierung von Pyrotechnik käme einer Kapitulation des Staates gleich, sagte der Innenminister. Der Verein Nordwestkurve, ein Zusammenschluss der Eintracht-Fans, warf Beuth in einer Pressemitteilung derweil vor, er wolle „dem Stammtischpublikum nach dem Mund reden“. Der CDU-Politiker versuche, sich für die Vergabe der Ministerämter in einer neuen Koalition zu positionieren. Dafür nehme er eine Eskalation im Stadion in Kauf. Als eine Folge von Beuths Politik sei die Polizei beim Spiel gegen Schalke mit einem Großaufgebot im Stadion präsent gewesen. Die Polizei erklärte auf FR-Anfrage, die Partie sei ein Risikospiel gewesen. Die Zahl der Beamten habe wie bei solchen Spielen üblich im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich gelegen.

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