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Umwelt

Bessere Luft in Hessens Städten

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Überall im Land sanken im vergangenen Jahr die Stickstoffdioxid-Werte. Hauptgrund war die Abnahme des Verkehrs.

Der Trend der vorläufigen Bilanz hat sich bestätigt: Nahezu überall in Hessen wurde im vergangenen Jahr der Grenzwert für Stickoxid eingehalten. Verantwortlich dafür sei nicht alleine der verringerte Verkehr während des Lockdowns. Auch die Bemühungen der Städte zeigten ihre Wirkung, betonte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Freitag in Wiesbaden. „Mehr Fahrradwege, bessere ÖPNV-Anbindungen, Park&Ride-Parkplätze, intelligente Ampelsysteme. Das alles trägt zu besserer Luft bei und macht außerdem unsere Städte attraktiver.“

Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) nahm die Veröffentlichung der Jahresbilanz zum Anlass, die Sinnhaftigkeit von Fahrverboten infrage zu stellen. In Wiesbaden würden die NO2-Grenzwerte auch ohne eingehalten. Und in Darmstadt sollten sie überprüft werden, forderte Klaus Rohletter, Vorsitzender des VhU-Verkehrsausschusses.

Bilanz 2020

In Darmstadt sanken die NO2-Werte um zwölf Mikrogramm pro Kubikmeter, was einen Rückgang von 26 Prozent im Vergleich zu 2019 bedeutet.

In Frankfurt nahm die NO2-Belastung um 22 Prozent ab, alle Messstellen hielten den Grenzwert ein.

In Offenbach waren es minus 15 Prozent. In Wiesbaden minus 17 Prozent.jur

www.hlnug.de

Hinz hat die Hoffnung, dass auch nach der Pandemie weniger Autos durchs Land rollen. „Wenn es auch in Zukunft möglich bleibt, öfter im Homeoffice zu arbeiten und die ein oder andere Konferenz online durchzuführen, bedeutet das auch weniger Pendeln, weniger Reisen, weniger Stickoxide und weniger CO2.“

Wie die endgültige Bilanz des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zeigt, nahm die NO2-Konzentration im Mittel um circa sechs Mikrogramm pro Kubikmeter ab. Das entspricht einem Rückgang von etwa 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In ländlichen Gebieten sanken die Werte im Schnitt um etwa 13 Prozent, in den Städten um 19 Prozent. „Diese Entwicklung ist sehr erfreulich“, sagte HLNUG-Präsident Thomas Schmid. Doch ob der rückläufige Trend sich nach der Corona-Krise weiter fortsetze, werde sich erst 2022 zeigen. „Die Maßnahmen zur Verbesserung der Luft in den Städten sollten deshalb nicht vorschnell beendet, sondern langfristig fortgesetzt werden.“

Zu den Verkehrshotspots in den Städten stellten die Expert:innen fest, dass in Darmstadt einzig eine Messstelle in der Hügelstraße knapp über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel gelegen habe. Frankfurt hielt überall die Grenzwerte ein. Bemerkenswert: Am zeitweise für den Verkehr gesperrten Mainkai betrug der Rückgang im Schnitt knapp 40 Prozent und damit fast doppelt so viel wie im städtischen Durchschnitt. In Offenbach lagen die höchstbelasteten Messstellen den Angaben zufolge bei 39 Mikrogramm pro Kubikmeter in der Mainstraße. In Wiesbaden bei 37 Mikrogramm pro Kubikmeter an der Messstelle Ringkirche.

Das HLNUG überwacht die Einhaltung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid landesweit an 60 Messstellen. Bereits 2019 war die NO2-Belastung an vielen von ihnen zurückgegangen.

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