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Erika M. wünscht sich ein Paar Schuhe (Symbolfoto).

FR-Altenhilfe

Bequeme Schuhe wären ein großes Geschenk

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Erika M. braucht den Großteil ihrer Rente für die Miete und zahlt zudem derzeit noch den Fernseher ab. Sie wünscht sich neue Schuhe.

Ihr Tagesablauf werde von ihren Erkrankungen bestimmt, sagt Erika M. „Morgens mache ich immer meine Gymnastik, damit ich beweglich bleibe.“

Dann stehen für die 89-Jährige fast täglich Arztbesuche oder Termine mit der Pflege an. „Alles begann mit einem Krankenhausaufenthalt vor zehn Jahren“, sagt sie. Komplikationen seien damals aufgetreten, seitdem leidet sie unter diversen Folgeerkrankungen.

Eine Klage gegen die Klinik hat Erika M. verloren. „Es gibt keine Gerechtigkeit“, sagt sie und schüttelt den Kopf. „Ich habe dann auch noch die Kosten für den Anwalt des Arztes bezahlen müssen.“ Da sie ohnehin nur mit einer kleinen Rente auskommen muss, wogen diese Kosten besonders schwer für sie. „Ich habe 40 Jahre gearbeitet, aber die Rente ist so gering, dass sie einfach nicht reicht“, sagt sie. Zwei Drittel der Rente werden allein schon für ihre kleine Wohnung im Kreis Offenbach benötigt.

„Ich habe also Grundsicherung beantragt, dann Wohngeld“, sagt sie. Die städtische Seniorenberatung empfahl ihr, sich an die FR-Altenhilfe zu wenden und half, die Bewerbung dafür zusammenzustellen. „Dass ich da aufgenommen wurde, ist schon eine große Hilfe für mich“, sagt sie. Leider habe sie noch nie an den Ausflügen der FR-Altenhilfe teilnehmen können. „Das Laufen fällt mir schwer, besonders Treppenstufen“, sagt sie.

Dennoch möchte Erika M. sich nicht unterkriegen lassen. Mit Hilfe geht sie noch einkaufen und einmal die Woche zum städtischen Seniorentreff. „So komme ich unter Leute, da freue ich mich immer drauf“, sagt sie. Seit ihr Lebensgefährte vor zwei Jahren verstarb, spüre sie die Einsamkeit. Die Unterstützung durch die FR-Altenhilfe teilt sie für mehrere Dinge auf. „Ich zahle immer noch den Fernseher ab, den ich vor zwei Jahren ersetzen musste“, sagt sie. Wenn man das ganze Jahr so knapp bei Kasse sei, blieben zur Weihnachtszeit viele Wünsche offen. „Ich möchte mir etwa neue Schuhe kaufen, die bequem sind – das ist so etwas, was ohne die Hilfe gar nicht ginge.“

Für das neue Jahr hofft Erika M. auf einen Platz in einer Reha-Klinik. „Da warte ich schon lange drauf – hoffentlich gelingt es und der Aufenthalt hilft mir, weiter selbstständig wohnen zu können“, sagt sie.

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