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Radikalenerlass

„Begangenes Unrecht aufarbeiten“

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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45 Jahre nach dem Radikalenerlass fordern zwei Betroffene vom Landtag Wiedergutmachung und schreiben einen offenen Brief.

Es ist ein Thema, das die Betroffenen nicht ruhen lässt. Vor 45 Jahren ließ die Bundesrepublik Deutschland die Verfassungstreue angehender Beamter mit einer Anfrage beim Verfassungsschutz prüfen – das war der Radikalenerlass. Er galt von 1972 bis 1979. In der Folge wurden allein in Hessen deutlich mehr als 100 Menschen mit einem Berufsverbot belegt, darunter vor allem viele linksorientierte Lehrkräfte. In ganz Deutschland sollen es mehr als 1200 gewesen sein.

In einem offenen Brief an alle Abgeordneten des hessischen Landtags fordern zwei der Betroffenen, das „an uns begangene Unrecht [...] aufzuarbeiten, uns zu rehabilitieren und entsprechen zu entschädigen“. Unterzeichner sind Silvia Gingold, die ein Berufsverbot als Lehrerin erhielt, und Axel Seiderer, der nicht Eisenbahner werden durfte. Als Unterstützer haben den Brief Jürgen Bothner, Landesbezirksleiter von Verdi, Michael Ebenau vom IG Metall Bezirk Mitte, Jochen Nagel, Vorsitzender der GEW Hessen, und Norbert Birkwald von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes unterzeichnet.

Am 22. Januar dieses Jahres hatte der hessische Landtag mehrheitlich eine Entschließung verabschiedet, den die Unterzeichner als nachträgliche Rechtfertigung des Radikalenerlasses einstufen. Auf einer GEW-Tagung zu 45 Jahren Radikalenerlass, die jetzt in Kassel stattfand, entstand nun die Idee, sich mit einem offenen Brief an die Abgeordneten zu wenden.

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