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Beatrice Schenk-Motzko soll Helm nachfolgen

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Beatrice Schenk-Motzko jung
Beatrice Schenk-Motzko jung © Stefan Jung

CDU-Spitze setzt auf externe Kandidatin bei der Bürgermeisterwahl 2024

KÖNIGSTEIN - Erster Stadtrat Pöschl, CDU-Vorsitzende Hogh oder Fraktionschef Hees? Wer nach dem für 2024 angekündigten Abschied von Rathauschef Leonhard Helm (CDU) das vergangene Wochenende genutzt hat, um darüber nachzugrübeln, welchen Kandidaten die Christdemokraten wohl für die nächste Bürgermeisterwahl aufbieten werden - der könnte bereits zu Beginn der Woche überrascht worden sein.

Es wird keiner der eingangs genannten heimischen Spitzenkräfte, und es wird auch sonst niemand aus den eigenen Königsteiner Reihen. Die Kurstadt-CDU setzt auf eine externe und weibliche Antwort auf die Kandidatenfrage: Beatrice Schenk-Motzko soll für die Union in das nächste Rennen um den Rathaussessel gehen, das aller Voraussicht Anfang 2024 entschieden sein sollte. Vorausgesetzt, die Mitglieder der Kurstadt-CDU stimmen der Kandidatur der 36-jährigen Bad Vilbelerin mit familiärer Bindung nach Königstein am 23. November im Haus der Begegnung mehrheitlich zu.

Ein einstimmiges Votum von Fraktion und Vorstand für Schenk-Motzko, so Hogh, stärke die Zuversicht, dass man die rund einjährige Kandidatenfindung zu einem erfolgreichen Abschluss geführt habe. Seit Ende 2021 war die Findungskommission auf der Suche, hatte ein umfangreiches Bewerber-Profil erstellt und am Ende mit Schenk-Motzko und einem männlichen Interessenten zwei Kandidaten herausgefiltert. Beide seien top gewesen - wenn auch nicht aus dem heimischen Stadtverband.

Die Stadt, so Schenk-Motzko, sei ob ihrer familiären Verbindungen schon heute so etwas wie ihre „zweite Heimat“, thematische Brennpunkte wie Kurbad oder Verkehr seien ihr mehr als vertraut und die Kommunalpolitik schon lange ihre Leidenschaft. Die Mutter eines kleinen Jungen ist seit 15 Jahren in der Wetterau in der Lokalpolitik aktiv, sitzt für die CDU im Ortsbeirat Heilsberg, im Stadtparlament Bad Vilbel wie auch im Kreistag. Zudem ist sie Ersatzkandidatin des CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Utter und Vorsitzende der Frauen-Union in der Wetterau.

Schenk-Motzko, die selbst das Sozialwesen als ihr Steckenpferd bezeichnet, will den direkten Kontakt suchen, die Königsteiner mitnehmen und mit ihnen im Austausch ihre thematischen Schwerpunkte setzen. „Zuhör-Tour“ und „Bürger-Wahlprogramm“ sind zwei der Schlagworte, die sich die Bewerberin auf die Fahnen schreiben will, mit denen sie vom kommenden Jahr an in den Wahlkampf ziehen möchte.

Die Kandidatin in spe setze voll auf die Karte Königstein, bringe bereits einiges an Erfahrung aus Verwaltung und politischem Ehrenamt mit, und sei doch zugleich ein „frisches, neues Gesicht“, das auch einen neuen Blick auf die Themen der Stadt mitbringe, betonte Jörg Pöschl.

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