Kriminalität

Beamte untersuchen 1000 Tonnen Schlacke am Tag

Die Polizei muss auf der Suche nach einer vermissten Frau über 20.000 Tonnen Schlacke prüfen.

Im Fall der vermissten Frau aus Frankfurt sucht die Polizei in einem riesigen Berg aus verbranntem Müll des Deponieparks Flörsheim nach sterblichen Überresten. „Wir haben Hinweise darauf, dass es sich um die potenziell richtige Schlacke handelt“, sagte ein Sprecher der Frankfurter Polizei am Mittwoch. Rund 1000 Tonnen untersuchen die Beamten seit Montag pro Tag, über 20 000 Tonnen Schlacke seien es insgesamt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die seit dem 23. Oktober vermisste 43-Jährige getötet wurde und ihre Leiche „in den Abfallkreislauf“ gelangte. Derzeit befindet sich der Ehemann der Frau in Untersuchungshaft.

In der Deponie prüfen die Ermittler größere Bestandteile der Schlacke, die über Förderbänder transportiert werden. „Die Beamten müssen sehr aufmerksam schauen“, erklärte der Sprecher. Theoretisch könne man zum Beispiel Knochen finden.

Bei der Suche sind keine Leichenspürhunde im Einsatz. Dies würde nach Angaben des Sprechers wenig bringen, da zu viele Gerüche die Tiere ablenken und die Untersuchung zu lang dauere. Die Polizei geht davon aus, dass die Aktion aufgrund der enormen Schlackemenge mehrere Wochen dauern kann. (dpa)

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